Für die Rekordbücher

von Redaktion

Rosenheims ungewöhnliches Playoff-Aus

Rosenheim – Aus, vorbei – die Starbulls haben sich unerwartet frühzeitig in die Sommerpause verabschiedet. Die Rosenheimer Eishockeyspieler scheiterten bereits im Viertelfinale an den Eisbären Regensburg. Es war eine verrückte Serie, die es so in der Playoff-Geschichte des deutschen Eishockeys wahrscheinlich noch nie gegeben hat. In den ersten fünf Spielen gewann jeweils die Auswärtsmannschaft – und diesen „Fluch“ durchbrachen die Regensburger im Sonntag-Heimspiel mit dem 2:1 nach Verlängerung und zogen damit ins Halbfinale gegen Krefeld ein. Aber nicht nur das: In den ersten fünf Spielen fielen insgesamt 44 Tore, 33 davon in den Spielen drei, vier und fünf. Völlig ungewöhnlich für Playoff-Eishockey. Dass es in Spiel drei auch noch das DEL2-Rekord Spiel (122 Minuten, 35 Sekunden) gab, passt zu dieser Serie.

Und dann war da noch ein Spieler, der zum Regensburger Helden und zu Rosenheims Albtraum avancierte: Bryce Kindopp. Er stand in den ersten beiden Spielen als überzähliger Kontingentspieler gar nicht im Kader, sorgte dann aber ab Spiel drei dreimal mit dem entscheidenden Treffer für das Rosenheimer Ausscheiden.

Wie schon beim Freitag-Heimspiel und der 5:6-Niederlage der Starbulls standen beim entscheidenden Tor durch Kindopp nur drei Rosenheimer fünf Regensburgern gegenüber. Auf der Strafbank kann man keine Spiele gewinnen und schon gar keine Playoff-Serien. Die vielen unnötigen Strafzeiten waren auch das einzige, was Trainer Jari Pasanen bei seinem Team zu bemängeln hatte. Er lobte seine Mannschaft für eine tolle Hauptrunde und meinte: „Ich bin stolz auf die Jungs, was sie geleistet haben. Auch wenn es wehtut, man muss das Ergebnis respektieren“.

Wer gegen Regensburg alle drei Heimspiele mit jeweils einem Tor Unterschied verliert, hat das Weiterkommen nicht verdient – auch wenn den Starbulls manchmal das Glück fehlte oder die Schiedsrichter-Entscheidungen nicht nachvollziehbar waren. Trotz des dritten Platzes nach der Hauptrunde überwiegt am Ende die Enttäuschung.HANS-JÜRGEN ZIEGLER

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