Die Begeisterung ist da. In der Spitze mehr als sieben Millionen deutsche TV-Zuschauer haben am vergangenen Freitag das Testspiel der DFB-Elf gegen die Schweiz (4:3) verfolgt – bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko dürften es im Sommer noch viel mehr werden. Und weil die Anstoßzeiten über dem großen Teich nicht ganz zur nötigen Nachtruhe deutscher Arbeitnehmer passen – zahlreiche Topspiele werden wegen der Zeitverschiebung erst nach Mitternacht angepfiffen –, könnte der Fußball zwischen 11. Juni und 19. Juli Einfluss auf den Arbeitsalltag haben. So gaben in einer deutschlandweiten Umfrage des Portals „casino-at“ knapp ein Drittel der Befragten an, sich aller Voraussicht nach am Tag nach einem Nacht-Spiel schlechter konzentrieren zu können. Weitere 13 Prozent stellen sich darauf ein, am nächsten Tag deutlich langsamer zu sein. Zwölf Prozent planen sogar, wichtige oder anspruchsvolle Aufgaben bewusst auf den Nachmittag zu verschieben. Und nur weniger als die Hälfte (42,3 Prozent) glaubt, dass Spiele nach Mitternacht für sie kein Problem darstellen.
Um trotz später Anstoßzeiten nichts zu verpassen, haben 20,5 Prozent der Befragten vor, später anzufangen, 13,4 Prozent wollen früher aufhören. Knapp ein Viertel (22,5 Prozent) will WM-Spiele sogar heimlich während der Arbeitszeit verfolgen – und mehr noch: Falls sich Job und WM nicht vereinbaren würden, käme für 10,2 Prozent sogar ein Jobwechsel infrage. König Fußball also wird auch die Arbeitswelt regieren. Neu ist das allerdings nicht: Sieben Prozent nämlich waren ehrlich und gaben zu, für große Spiele schon mal blau gemacht zu haben.HLR