Mit 20 000 Fans im Wohnzimmer

von Redaktion

„Das Allergrößte“: Bayern-Frauen wollen gegen Manchester United ins Halbfinale einziehen

Gibt es das nächste Spektakel? Im Hinspiel gewann die Frauen des FC Bayern 3:2 in Manchester. © Rickett/dpa

München – Nur noch ein Schritt fehlt den Frauen des FC Bayern, um eines der wichtigsten Saisonziele zu erreichen. Nach dem 3:2-Sieg im Hinspiel des Viertelfinales bei Manchester United in der vergangenen Woche würde der Mannschaft von Trainer José Barcala schon ein Unentschieden im Rückspiel am Mittwoch in der Allianz Arena (18:45 Uhr) reichen, um ins Halbfinale der Champions League einzuziehen. Es wäre das erste Mal seit 2021, dass die Münchnerinnen wieder zu den besten vier Teams Europas gehören. „National gesehen waren die letzten Jahre schon sehr eindrucksvoll. Für jede Spielerin beim FC Bayern ist es aber auch das Ziel, im internationalen Wettbewerb unseren Stempel aufzudrücken“, erklärte Giulia Gwinn: „Ich habe das Gefühl, dass wir in dieser Saison noch einmal einen Schritt gemacht haben, um nicht nur national, sondern auch international präsent zu sein.“

Im Hinspiel in Manchester ging es hin und her, zweimal glichen die Gastgeberinnen eine Führung der Bayern-Frauen aus. Auch am Mittwoch wird wieder mit einem engen Spiel gerechnet. „Wir erwarten einen sehr aggressiven und gut organisierten Gegner. Darauf müssen wir vorbereitet sein“, warnte Barcala. Helfen sollen den Bayern-Frauen die Fans in der Allianz Arena – mehr als 20.000 Tickets wurden bereits verkauft. „Es ist das Allergrößte, in der Champions League vor den eigenen Fans zu spielen, im eigenen Wohnzimmer. Die Atmosphäre zu spüren, das macht etwas mit uns Spielerinnen“, sagte Gwinn vor dem Auftritt auf der großen Bühne.

Weiter fehlen wird die verletzte Klara Bühl, dafür dürfte Momoko Tanikawa wieder in der Startelf stehen. Die Japanerin hatte im Hinspiel unmittelbar nach ihrer Rückkehr vom Asien-Cup in Australien aufgrund der Reisestrapazen nur 30 Minuten gespielt, bei ihrem Joker-Einsatz aber einen Treffer vorbereitet und das entscheidende Tor zum 3:2 erzielt. Besonders im Blickpunkt stehen wird natürlich auch Lea Schüller. Die Stürmerin war in der Winterpause nach fünf Jahren beim FC Bayern zu United gewechselt, im Hinspiel erzwang sie einen Elfmeter, nachdem ihr Schuss von Bayern-Kapitänin Glodis Viggósdóttir mit dem Arm geblockt worden war. Richtig rund läuft es für Schüller in England aber noch nicht, in der Liga wartet sie auf ihren ersten Treffer.CHRISTIAN STÜWE

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