Gordonville/Birmingham – Für Mick Schumacher läuft es noch nicht im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Nach seinen ersten Rennen in der US-IndyCar-Serie belegt der Sohn des Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher den 25. und damit letzten Platz. Dabei war er in einen unverschuldeten Unfall verwickelt, in einem anderen Rennen streikte ein Schlagschrauber bei einem Boxenstopp. Am vergangenen Wochenende wurde der frühere Formel-1-Pilot im Barber Motorsports Park bei Birmingham (Alabama) nur 24. – ganz ohne Fremdeinwirkungen.
„Es ist eine neue Serie, eine neue Umgebung. Das bedeutet, dass ich eine Menge Dinge zum ersten Mal lerne und auch viele Informationen in der IndyCar-Serie zum ersten Mal sammle“, erzählte der 27-Jährige schon vor seinem Frust-Rennen über 90 Runden. Dabei hatte er große Erwartungen in sich selbst, wollte „keine Anfängerfehler“ machen. „Leute da draußen versuchen mir extra Druck aufzuerlegen, am Ende werden sie mir aber nie so viel aufladen, wie ich mir selber mache.“
Erfahrungen sammelte er zu Genüge: Über Titelgewinne in der Formel 3 und Formel 2 fuhr sich Schumacher in die Königsklasse. Nach seinem Aus bei Haas heuerte er in der Langstrecken-WM bei Alpine an, nun ging es über den großen Teich.
Schumacher setzt auf den Faktor Zeit, wenn in seinem noch ungewohnten Cockpit die Automatismen greifen. „Das Wichtigste ist, dass ich mich immer wohler fühle, wenn ich ins Auto steige. Die Dinge sollen sich natürlich und mühelos anfühlen“, sagte Schumacher. In Kalifornien in drei Wochen soll es für ihn schon besser laufen.FOTO: FRYER/DPA