Löwen blasen zur Attacke

von Redaktion

1860-Trainer Markus Kauczinski hat den Aufstieg noch nicht aufgegeben

Kauczinski glaubt an das Team. © Kneffel/DPA

Mit Löwengebrüll in den heißen Endspurt: 1860 muss Siege sammeln. © IMAGO

München – Das Bad in der Menge konnte Löwen-Coach Markus Kauczinski nach dem knappen 2:1-Testspielsieg beim Landesligisten aus Dingolfing am Dienstagnachmittag nur bedingt genießen. Viele Spieler aus der zweiten Reihe konnten sich im Rahmen der „Regio-Tour“ ihre Einsatzchance nur bedingt nutzen. Immerhin schrammte 1860 dank der Treffer von Marvin Rittmüller und Tim Danhof nur knapp an der Blamage vorbei. Dennoch betonte Kauczinski, der wie seine Spieler nach Abpfiff geduldig Autogramme schrieb: „Wir hatten uns mehr vorgenommen!“

Der erfahrene Coach gibt sich mit mittelmäßigen Darbietungen nicht zufrieden. Denn: Kauczinski hat noch viel vor in dieser Saison! Acht Spiele bleiben den Löwen noch, um fünf Punkte und vier Tabellenplätze aufzuholen. Knifflige Aufgabe, keine Frage. Aber nicht unmöglich! „Wir haben noch den zweiten, den dritten Platz im Kopf“, bestätigt Kauczinski, dass sich die Sechzger im Aufstiegsrennen noch lange nicht aufgegeben haben.

Acht Spiele noch

Klar ist: Viele Ausrutscher dürfen sich die Löwen nicht mehr erlauben. Weiß auch Kauczinski, der sich seit seinem Amtsantritt in Giesing als Experte dafür entwickelt hat, seine Mannschaft zum Serientäter (im positiven Sinne) werden zu lassen: „Ich glaube immer noch, dass was geht! Wir haben, seit ich hier bin, schon zwei Serien gestartet.“ In der Schlussphase der Hinrunde gelangen 1860 vier Siege in Serie, Mitte Februar bis Mitte März sogar derer fünf.

Erste Gelegenheit, eine neue Palette an Erfolgen einzufahren, bietet sich den Löwen am Samstag (14 Uhr). Dann kommt Waldhof Mannheim ins Grünwalder Stadion. An fehlender Atmosphäre wird es nicht mangeln, die Duelle der Traditionsclubs sind – ob der Abneigung der beiden Fanlager zueinander – traditionell emotional aufgeladen. Der Rahmen wird also passen. Doch das alleine wird nicht reichen. Sechzig hat sowohl beim 1:0-Zittersieg in Regensburg als auch in Dingolfing vor allem eines vermissen lassen: offensive Kreativität. „Wir müssen wieder mehr Lösungen mit dem Ball finden“, forderte auch Keeper Thomas Dähne nach dem Totopokal-Finaleinzug. Nur mit langen Bällen auf Sigurd Haugen wird das Löwen-Wunder im Mai ausbleiben.

Auch ohne den gesperrten Kapitän Thore Jacobsen muss 1860 gegen Mannheim Mut zeigen, will man im Aufstiegsrennen doch noch einmal ein Wörtchen mitsprechen. Denn wie sagte einst schon Präsident Karl-Heinz Wildmoser: „Wer Angst hat, verliert. Wir hatten keine Angst – und haben gewonnen!“MARCO B. UCLES

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