Die Fans strömten mit Autokorsos die Straßen der Türkei und verwandelten auch den Berliner Kurfürstendamm in eine nächtliche Partymeile, die Spieler um Ex-Bayern-Spieler Kenan Yildiz (r.) lagen sich in den Armen und schwenkten ihre Fahne, Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach sogleich vom Endspiel. Nach der erlösenden und lang ersehnten WM-Qualifikation kannte die Euphorie bei der Türkei kaum Grenzen. „Ich wünsche unserer Nationalmannschaft, die nach 24 Jahren auf dieser größten Fußballbühne unsere Sternen- und Halbmondflagge hissen wird, viel Erfolg in den Gruppenspielen gegen Australien, Paraguay und die USA“, sagte Erdogan, „und anschließend in den Spielen, in denen wir hoffentlich bis ins Finale vordringen werden.“ Erst zum dritten Mal nach 1954 und 2002 nimmt die stolze Fußball-Nation am WM-Spektakel teil. Das hart erkämpfte 1:0 (0:0) im Kosovo am Dienstagabend löste das erträumte Ticket nach Nordamerika. Im ersten Gruppenspiel wartet Australien.FOTOS: IMAGO