Weltcup-Rückkehr? Kaum vorstellbar

von Redaktion

Weiter keine Einigung im Skimo-Streit

Hat Startverbot: Felix Gramelsberger. © Instagram

München – Vor knapp zwei Wochen eskalierte der Streit im Deutschen Alpenverein (DAV). Der Verband sperrte drei seiner Skibergsteiger-Athleten vorläufig für den Weltcup. Vorangegangen waren gegenseitige Vorwürfe (u. a. wegen eines mangelhaften Laktattests und Trainer-Entscheidungen), die darin gipfelten, dass sich der DAV genötigt sah, die Notbremse zu ziehen. Zum Schutz der anderen Athleten, wie es hieß. In diesen Tagen finden im schweizerischen Villars-sur-Ollon die letzten Wettkämpfe der Saison statt – weiter ohne Felix Gramelsberger & Co.

Seit der Suspendierung gab es zwar Kontakt zwischen den Parteien, aber wenig Zielführendes. „Es dreht sich leider insgesamt etwas im Kreis“, sagt Gramelsberger unserer Zeitung. Dass er eine Gefahr für seine Kollegen sein soll, kann er nicht nachvollziehen. Besonders geärgert hat den 23-Jährigen auch, dass er von diesen neuen Entwicklungen laut eigenen Angaben zuerst von der Presse und nicht vom DAV persönlich erfahren hat.

Ein direkter Austausch mit anderen Athleten fand seit März 2025 kaum mehr statt. Auch aus den WhatsApp-Gruppen wurden die drei entfernt. Lediglich an der Startlinie war man sich noch begegnet.

Ob man noch einmal einen gemeinsamen Weg findet? Eher schwierig. „So wie der Verband aktuell mit Kritik umgeht – und auch in der Vergangenheit umgegangen ist – sehen wir leider kaum eine realistische Möglichkeit, noch einmal im Weltcup zu starten“, sagte Gramelsberger.

Der DAV wirft dem Trio vor, eine „Atmosphäre der Angst“ zu schaffen. Gramelsberger kontert: Wer Kritik äußert, muss Repressalien fürchten. Ein klassischer Fall von Aussage gegen Aussage. Fest steht: die Szene ist weiter in Aufruhr.MM

Artikel 1 von 11