Darts-Party in München – aber ohne Littler

von Redaktion

Weltmeister setzt Deutschland-Boykott fort

Littler gestikuliert, van Veen solle sich nicht anstellen. © PDC

München – Luke Littler hat vergangenes Jahr einen interessanten Auftritt in München hingelegt – und das nicht auf der Bühne. Der damals 18-Jährige setzte nach seinem Aus beim German Darts Grand Prix aus dem Auto einen kryptischen Instagram-Post ab: Er sei glücklich gewesen, erst einmal keinen Fuß mehr nach Deutschland zu setzen.

Grund dafür seien angeblich die Fans gewesen, die ihre schwarz-rot-goldenen Darts-Helden nicht nur lautstark anfeuern – sondern auch deren Gegner regelmäßig auspfeifen. Das ging vor ein paar Wochen sogar so weit, dass erst Schiedsrichter Kirk Bevins und später Moderator Philip Brzezinski in Göttingen die Fans maßregelten. Der zweimalige Weltmeister Littler verfolgte das alles aus der Ferne. Er lässt seit letztem Jahr Turniere in Deutschland weitestgehend aus.

Während Littler sich schon häufiger mit dem Publikum anlegte, geriet er bei seinem Premier-League-Heimspiel in Manchester, wo der United-Fan verehrt wird, mit Vizeweltmeister Gian van Veen (23) aneinander. Nachdem der Niederländer einen Matchdart verpasst hatte, freute sich Littler und peitschte seine Fans wild gestikulierend an. Doch auch er vergab. Noch bevor van Veen seine zweite Chance nutzte, machte sich Littler über ihn lustig. „Klar, jeder ist für sich da, aber man jubelt nicht, wenn der Gegner nicht trifft“, sagte der Niederländer und nannte Littlers Verhalten „einfach daneben“.

Es ist also reichlich Feuer drin in der Darts-Welt. Im Zenith soll es ab dem heutigen Samstag bis zum Finaltag an Ostermontag wieder mehr um den Sport gehen. Neben Titelverteidiger Michael van Gerwen und Vorjahresfinalist van Veen ist auch unter anderem die deutsche Nummer eins, Martin Schindler, wieder mit von der Partie.ALEXANDER VORMSTEIN

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