„Es muss auch mal gut sein“

von Redaktion

Dopingsperre nur bis November: Carl-Urteil bringt Perspektiven

Victoria Carl darf beim Saison-Auftakt Ende November starten. © Bildbyran/Imago

Köln – Victoria Carl schien den aufziehenden hellen Lichtstreif am Horizont und damit das Ende einer dunklen Zeit herbeigeahnt zu haben. Auf den jüngsten Videoschnipseln in den sozialen Medien zeigte sich die Skilanglauf-Olympiasiegerin in bester Laune beim Training. Training, das sie nun wieder mit einer Perspektive absolvieren kann: Nach ihrem positiven Dopingtest aus dem März 2025 ist die 30-Jährige für 18 Monate gesperrt worden – und könnte damit zur kommenden WM-Saison in den Weltcup zurückkehren.

„Für die Vici ist das eine harte Zeit, deren Ende jetzt aber absehbar ist“, sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder nach der Entscheidung des unabhängigen Deutschen Schiedsgerichtes, das gegen Schlickenrieders langjährige Topläuferin eine Sperre bis zum 25. November 2026 aussprach – zwei Tage später beginnt im finnischen Ruka die Saison.

Ursprünglich war sperrte die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) Carl für zwei Jahre. Der DSV widersprach und kämpfte für Carl. Schon nach dem Vorfall hatte der Verband geäußert: „Die Sportlerin trifft keinerlei Schuld.“ Bei der Militär-WM 2025 klagte sie über Husten, ein Bundeswehrarzt verabreichte ihr ein Mittel. Aber laut DSV wurde durch die Bundeswehrapotheke irrtümlich ein falsches Präparat geliefert.

„Wir bewerten den Schiedsspruch als nachvollziehbar und insgesamt ausgewogen. Positiv ist insbesondere die Feststellung eines nicht signifikanten Verschuldens und die damit verbundene Reduzierung der Sperre“, sagt DSV-Vorstand Stefan Schwarzbach.

Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Doch vorerst sieht die „Vici-Welt“ wieder etwas heller aus. „Es muss auch mal gut sein“, sagt Schlickenrieder.SID

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