Kraft für die sechs Finals

von Redaktion

1. FC Köln hat sich durch Trainerwechsel neu sortiert

Frankfurt – Nach der erfolgreichen Aufholjagd bei seinem Einstand wurde selbst der ansonsten zurückhaltende René Wagner kurz emotional. „Es war für mich und für die Mannschaft ein besonderer Tag“, sagte der neue Trainer des 1. FC Köln nach dem nervenaufreibenden 2:2 (0:0) bei Eintracht Frankfurt und ergänzte stolz: „Wir haben uns bewiesen, dass wir in solchen Spielen zurückkommen können.“ Das, folgerte der 37-Jährige, „wird uns viel Kraft für die nächsten Spiele geben“.

In der Tat könnte der Punktgewinn nach einem 0:2-Rückstand einen wichtigen Schub im Kampf um den Klassenerhalt geben. Der Doppelschlag der Eintracht durch Jonathan Burkardt (66.) und Arnaud Kalimuendo (69.) wäre für die meisten Abstiegskandidaten wohl der K.o. gewesen, die Kölner aber schlugen sofort durch Jakub Kaminski (70.) zurück. Joker Alessio Castro-Montes (83.) glich dann wenige Sekunden nach seiner Einwechslung aus. „Wir haben noch sechs Spiele, sechs Finals vor uns. Wir müssen kämpfen, um in der Liga zu bleiben“, sagte Torschütze Kaminski. „Jetzt kommen die großen Spiele für uns gegen Bremen, St. Pauli und Heidenheim“, sagte Kaminski und machte direkt eine Rechnung für den Klassenerhalt auf: „Wir müssen in den nächsten zwei Spielen sechs Punkte holen.“

Zunächst steht das Heimspiel gegen Werder an. Mit einem Auftritt wie bei der Eintracht wäre ein Sieg keine Überraschung. „Mit dieser Qualität und der tollen Mannschaft, diesem tollen Verein müssen wir alles dafür machen. Der 1. FC Köln darf nicht in der 2. Bundesliga spielen“, forderte Kaminski.

Wagner als „alter Bekannter“ könnte zum Trumpf werden. Den Spielern jedenfalls scheint der Nachfolger von Lukas Kwasniok zu gefallen. „Er macht einfach den Nahbaren. Wir wissen, was er für ein Typ ist, und er weiß ganz genau, was wir charakterlich für eine Mannschaft sind“, sagte Torhüter Marvin Schwäbe. Wagner habe „eine gute Kommunikation gefunden, hält die Fäden in der Hand und weiß ganz genau, was wir brauchen.“SID

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