Schmerzen? Egal! Kane war nicht ganz fit, spielte aber durch und erzielte das 2:0. © MARCOU/afp
Madrid – Es waren Szenen mit Seltenheitswert: In der ersten Hälfte gegen Real Madrid schlug Harry Kane gleich mehrfach Diagonalbälle in die Füße des Gegners, die der Stürmer normalerweise auch mit verbundenen Augen über 80 Meter an den Mann bringt. Man merkte Kane in dieser Phase an, dass er nach seiner Sprunggelenksverletzung bei der Nationalmannschaft noch nicht wieder komplett fit und in Topform war, gleichzeitig aber unbedingt gegen Real spielen wollte.
Und Harry Kane wäre nicht Harry Kane, wenn er trotz dieser ungewohnten Passfehler nicht doch noch das Spiel entscheiden würde: Nur ein paar Sekunden nach Beginn der zweiten Halbzeit setzte er einen Schuss von der Sechzehnerkante überragend ins rechte untere Eck und zeigte seine gesamte Weltklasse in nur einer Aktion.
„Das hat der eine oder andere neben mir auf der Tribüne auch gesagt“, sagte Max Eberl über die eher schwächere erste Halbzeit des Stürmers. „Aber trotzdem ist Harry Kane nunnal Harry Kane. Alleine seine Anwesenheit bindet Gegenspieler. Er schießt das Tor, das machen nicht so viele und ist eine große Qualität.“
Und weiter: „Er hat das Spiel durchgezogen, sich nicht geschont und für die Mannschaft aufgeopfert, obwohl er nicht hundertprozentig fit gewesen ist. Aber das zeigt einen wahren Leader.“ Entsprechend groß sind die Hoffnungen, dass Kane auch im Rückspiel auflaufen kann. Gut möglich, dass er dafür beim Ligaspiel gegen St. Pauli am Samstag (18.30 Uhr, Sky) geschont wird.VT