Torben Beltz © Weller/dpa
Oeiras – Ein Außenplatz ohne Tribüne, Zuschauerzahlen im niedrigen zweistelligen Bereich und ja, auch spielerische Mängel. Die Gegenwart des deutschen Frauentennis, das wird beim Billie Jean King Cup im portugiesischen Oeiras derzeit überdeutlich, ist trist. Und doch könnte es noch viel schlimmer kommen: Am Samstag muss sich die unerfahrene DTB-Auswahl gegen den erstmaligen Absturz in die Drittklassigkeit des Nationenwettbewerbs stemmen.
Angst, sagt Teamchef Torben Beltz im Gespräch vor dem entscheidenden Duell gegen Litauen am Samstag (tennis.de), haben sie keine. „Den Mädels ist bewusst, dass das ein Finale ist, und sie sind heiß und wollen das gewinnen“, so der Bundestrainer, dessen ersatzgeschwächtes Team zuvor den angepeilten Wiederaufstieg in die Weltgruppe deutlich verpasst hatte. Nach Niederlagen gegen Portugal und Schweden.
Dank des 2:0-Siegs über Dänemark geht Deutschland immerhin als Vorrundendritter in die Playdowns. Zwei Einzel und gegebenenfalls ein entscheidendes Doppel stehen an, dann ist klar, ob das deutsche Frauentennis tatsächlich noch weiter absackt. „Wir denken noch nicht darüber nach, was passieren würde, wenn wir verlieren. Wir wollen rausgehen und mit einer guten Energie das Ding holen“, sagt Beltz – und doch droht historisches Ungemach.
Vergangenes Jahr war man unter seinem Vorgänger Rainer Schüttler ja erstmals seit 2012 in die zweitklassige Regionalgruppe Europa/Afrika I abgerutscht, weiter runter ging es bislang noch nie.SID