Paulas erster Coup: Thomas Dähne hütet bis 2028 das Löwen-Tor. © TSV 1860
München – Aufstiegs-K.o. in Cottbus, Verlängerung im Mueller-Prozess – doch zumindest am Freitag gab es eine gute Nachricht vom TSV 1860. Zunächst: ein geheimnisvoller Teaser. Ein Auge tauchte bei Instagram auf – das von Thomas Dähne. Darunter die vielsagende Botschaft: „Manchmal sind die Details klar…“ Der konstanteste Löwe hat seinen Vertrag verlängert – „bis mindestens 2028“, wie der Verein später bestätigte. Ein kleiner Stimmungsaufheller vor dem Heimspiel gegen Regensburg (Sonntag, 19.30 Uhr) – ein Duell, das an Brisanz verloren hat.
1860 kann nicht mehr aufsteigen, der Jahn nicht mehr absteigen. Ein Spiel ums Prestige – oder auch: ein Charaktertest. Es geht um Verträge, um Eindrücke, um die Frage, wer künftig noch eine Rolle spielt. Biss, Leidenschaft, Mentalität – 1860-Trainer Markus Kauczinski wird genau hinschauen.
Das 0:3 von Cottbus wirkt nach. „Das war für uns alle schwer“, sagte er in der Presserunde am Freitag. Vor allem, weil sein Team „nicht an das gekommen ist, was uns auszeichnet“. Zu viele Fehler, zu wenig Energie – „eine schlechte Mannschaftsleistung“. Eine mit Folgen: 1860 ist raus aus dem Kampf um den Aufstieg.
Ab sofort gehe es darum, die Saison mit Anstand zu beenden. „Jeden Platz noch verbessern“, fordert Kauczinski: „Leistung, Einstellung, Körpersprache – wir wollen unser Gesicht zeigen.“ Konstanz? Bleibt ein Wunschdenken bei 1860. Kauczinski: „Wir waren ein gutes Team, aber kein Spitzenteam.“ Genau das soll sich zumindest im Endspurt ändern – auch mit Blick auf das Finale im Totopokal am 23. Mai in Würzburg.
Zunächst stehen aber noch sechs Ligaspiele an. Wie er die angehen wird, ließ Kauczinski offen. Weder will er jetzt eine gnadenlose Jugendwelle reiten noch Geschenke verteilen. „Es geht immer um Leistung.“ Und ab Sommer werde dann „etwas Neues entstehen“. Mit Torhüter Dähne als verlässlichem Ruhepol.ULI KELLNER