Rhythmus oder Rotation?

von Redaktion

FC Bayern: Kompanys Balanceakt zwischen St. Pauli und Real

Kane (re.) und Upamecano könnten eine Pause bekommen. Im Rückspiel gegen Madrid sind sie gefordert. © Ruiz

München – In Feierlaune war Vincent Kompany noch nicht. Trotz seines 40. Geburtstags wollte der Trainer auf der Pressekonferenz am Freitag lieber über das anstehende Duell mit St. Pauli sprechen als über seine Partypläne: „Ich kann nicht groß feiern. Das Beste, was man sich wünschen kann, sind drei Punkte“, erklärte Kompany. „Vielleicht trinke ich ein Glas Rotwein heute Abend – aber vorher ist es viel Arbeit in der Vorbereitung auf dieses Spiel.“

Ein Glas Rotwein

Kompany, das betonte er mehrfach, nimmt das Duell gegen die Hamburger am Samstag (18.30 Uhr, Sky) sehr ernst. Trotzdem muss er abwägen, was ihm mit Blick auf das anstehende Champions-League-Rückspiel gegen Real Madrid am kommenden Mittwoch wichtiger ist: den Rhythmus beibehalten – oder rotieren?

Schließlich könnte der Coach das Spiel gegen den Abstiegskandidaten nutzen, um seinen Stammspielern eine Verschnaufpause zu gönnen. Andererseits besteht dann die Gefahr, die eingespielte Elf unnötig auseinanderzureißen: „Ich will eine Mannschaft haben, die genauso gefordert wird, wie die gegen Madrid – die Konzentration, Motivation und Intensität hat wie Madrid – das ist normal nie ein Problem für uns“, sagte Kompany. Gleichzeitig erklärte er aber auch: „Ich möchte schauen, wie frisch die Spieler sind, damit sie gegen St. Pauli genauso energiereich auftreten wie gegen Madrid. Wenn wir wechseln, wollen wir nicht verlieren, was wir bis jetzt gemacht haben.“

Für die Torwartposition gilt daher: Manuel Neuer soll spielen und seine Galaform aus Madrid beibehalten. Harry Kane könnte dagegen eine Pause erhalten, nachdem er in Madrid noch angeschlagen auflief und auf die Zähne biss: „Harry Kane ging es nach dem Spiel gut, er hat ein bisschen über der Schmerzgrenze gespielt. Aber am nächsten Tag gab es keine Reaktion, das ist das Wichtigste.“

Weitere Kandidaten für eine Auszeit wären Michael Olise oder Luis Diaz, um Jamal Musiala Spielzeit zu geben und ihn weiter an die erste Elf heranzuführen. Auch in der Innenverteidigung könnte Dayot Upamecano geschont werden und Minjae Kim starten. Unterschätzen will St. Pauli beim FCB aber niemand – trotz Real im Hinterkopf: „Sie verteidigen sehr kompakt und gut. Es ist manchmal schwer zu verstehen, warum sie da unten stehen. Es gibt keinen großen Unterschied zu Teams, die fünf oder sechs Plätze höher stehen.“V. TSCHIRPKE, P. KESSLER

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