BOXEN

von Redaktion

Übers Urteil empört: Simon Zachenhuber. © Screenshot

Aus dem Nichts: Niederlage für Zachenhuber

London – Fröhlich und in seiner glitzernden Matadorjacke war Simon Zachenhuber am frühen Samstagabend ins Tottenham-Hotspur-Stadium in London eingelaufen, und als er sechs Runden später bereitstand, um die Wertung zu seinem Kampf gegen den Briten Pawel „The Polish King“ August entgegenzunehmen, ging er davon aus, dass er als Sieger ausgerufen würde. Zuversichtlich klopfte er sich auf die Brust – und voller Unverständnis drehte er sich weg, als Ringrichter Reece Carter als alleiniger Urteilender ein 58:56 für den Außenseiter August aussprach. Das bedeutete im 29. Profikampf die erste Niederlage für Zachenhuber (27), den smarten Supermittelgewichtler aus Erding, der als Sechstplatzierter der WBO-Weltrangliste sich einem Titelkampf nahe wähnte.

Zachenhubers Pech: Er war auf einen Zehnrundenkampf vorbereitet, doch sein eigentlicher Gegner Troy Williamson durfte aus vertraglichen Gründen nicht antreten; mit dem kurzfristig eingesprungenen Pawel August wurden sechs Runden vereinbart. Zachenhuber drehte ab der fünften auf, zeigte sich bestens konditioniert – doch hatte sich zuvor zu oft in den Seilen stellen lassen. Pawel August beendete den Kampf zwar verbeult, aber eben als Sieger, der verbal aufdrehen konnte: „Ich arbeite Vollzeit und habe für diesen Kampf zwei Wochen trainiert. Aber ich bin zu einem Rückkampf bereit: Zehn Runden, zwölf Runden – was ihr wollt.“GÜK

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