IN KÜRZE

von Redaktion

Franziska Koch schreibt Radsport-Geschichte

Franziska Koch hat Radsport-Geschichte geschrieben und als erste deutsche Frau bei Paris-Roubaix triumphiert. Die 25-Jährige aus Mettmann setzte sich am Sonntag beim Kopfsteinklassiker nach 143,1 km im Zweiersprint um den Sieg gegen die dreimalige Weltmeisterin Marianne Vos aus den Niederlanden durch. Platz drei ging mit sechs Sekunden Rückstand an die französische Tour-de-France-Siegerin Pauline Ferrand-Prévot. „Es ist kaum zu glauben. Davon habe ich geträumt, aber Roubaix ist ein Rennen, bei dem alles passieren kann, und dass es am Ende geklappt hat, ist wie ein Traum“, sagte Koch. „Zwei Fahrer desselben Teams (als Gegner) zu haben, ist einerseits eine Herausforderung, andererseits aber auch ein kleiner Vorteil, weil die Arbeit nicht unbedingt auf einem selbst lastet. Ich habe versucht, sie ein wenig abzuhängen, aber am Ende musste ich beim Sprint alles auf eine Karte setzen.“

Köpp verpasst WM-Medaille knapp

Der deutsche Leichtathlet Leo Köpp hat bei der Team-WM der Geher in Brasilia für das stärkste deutsche Resultat gesorgt. Der WM-Elfte der LG Nord Berlin belegte über die Halbmarathon-Distanz den vierten Platz und erzielte damit das beste internationale Ergebnis seiner Karriere. In 1:27:50 Stunden kam Köpp nur 14 Sekunden hinter dem Bronzemedaillengewinner Caio Bonfim (Brasilien/1:27:36 Stunden) ins Ziel. Auf dem Ein-Kilometer-Rundkurs durch Brasiliens Hauptstadt hatte sich der Berliner früh in der Spitzengruppe positioniert und hielt auch dann noch mit, als bei Kilometer 19 nur noch sieben Athleten vorn lagen. Den Titel sicherte sich der Italiener Francesco Fortunato in 1:27:25 Stunden vor Misgana Wakuma (Äthiopien/1:27:33) und Lokalmatador Bonfim. Japan gewann die Mannschaftswertung vor Spanien und China, für Deutschland war nur Köpp am Start, sodass kein Team in die Mannschaftswertung einging. Im Marathon-Gehen war Karl Junghannß (Erfurt) als Elfter bester Deutscher.

Magdeburg gibt sich keine Blöße

Tabellenführer SC Magdeburg hat in der Handball-Bundesliga einen weiteren Heimsieg eingefahren. Den HC Erlangen schlugen die Elbestädter mit 35:31 (15:14). Dabei war Omar Ingi Magnusson mit vierzehn Toren bester Magdeburger Schütze. Im Hinspiel hatten die Magdeburger den ersten Minuspunkt in der Liga hinnehmen müssen – vor eigenem Publikum erspielte sich der SCM eine frühe Zwei-Tore-Führung. Erlangen arbeitete sich mit starker Torwartleistung in die Partie und konnte zwischenzeitlich ausgleichen. Magdeburgs Wurfquote lag phasenweise bei 60 Prozent. Kurz vor der Pause führte Erlangen sogar, doch Magdeburg drehte die Partie bis zum Halbzeitpfiff. Erlangen begann die zweite Hälfte mit einer Reihe Fehlversuche und Magdeburg setzte sich auf fünf Treffer ab (19:14/36.). Eine Woche vor dem Pokal-Final-Four in Köln schonte der SCM auch einige Kräfte.

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