Kapitän ausgepfiffen

von Redaktion

Schlotterbecks Verlängerung spaltet Fans

Nico Schlotterbeck war geknickt. © Thissen/dpa

Dortmund – Schnell machte sich Nico Schlotterbeck auf dem Weg zum Spielerparkplatz. Ein paar Kinder, die auf ein Autogramm hofften, ließ er stehen. Und das lag wohl nicht an der 0:1-Niederlage gegen Bayer Leverkusen, eher an den Pfiffen einiger Fans von Borussia Dortmund gegen ihn.

Der Hintergrund war, dass Schlotterbeck einen Fünfjahresvertrag unterschrieben hat, der nicht als fußballromantisches Treuebekenntnis gewertet werden kann. Schon in wenigen Wochen könnte er mit einer Ausstiegsklausel doch gehen. Für beide Seiten sinnvoll: Der 26-Jährige will den nächsten Karriereschritt machen, der BVB finanzielle Absicherung. Dem Vernehmen nach soll die Ausstiegsklausel bei einer Summe zwischen 50 und 60 Millionen Euro liegen und vor allem die europäischen Topclubs beinhalten. Nach Informationen der „Bild“ ist der FC Bayern explizit nicht aufgeführt. Eine kleine Gruppe von BVB-Fans nahm Schlotterbeck das monatelange Zögern übel. Am deutlichsten wurde daraufhin sein Abwehr-Nebenmann. „Das ist ein Unding, für das ich kein Verständnis habe“, sagte Waldemar Anton.

Wie alle wirklich zusammenstehen können, demonstrierten die 81.365 Zuschauer beider Lager während der zweiten Halbzeit. Sie stellten ihre Gesänge ein, nachdem eine Person auf der Südtribüne kollabiert war, ein.SID

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