Manuel Neuer präsentiert sich in Topform. © SUDHEIMER/epa
München – Der Fluch der guten Tat: Manuel Neuer zeigte zuletzt und vor allem beim Champions-League-Duell mit Real Madrid enorm starke Leistungen – und prompt wurden die Rufe nach einem DFB-Comeback für die Weltmeisterschaft im Sommer wieder lauter. Dabei betonte Neuer bereits in den Wochen und Monaten zuvor immer wieder, dass es seine persönliche Entscheidung war, zurückzutreten – und er diese nicht verändert, auch wenn im Nationalmannschaftstor Bedarf besteht.
Trotzdem hielten sich die Spekulationen hartnäckig, Neuer beendete sie nun am Samstag endgültig: „Es wird die Weltmeisterschaft geben, aber ich bin jetzt gar nicht da drin und ich bin auch gar nicht Teil des Ganzen und deshalb schaue ich das entspannt von außen“, sagte der Torwart im Sportstudio. „Mein Fokus liegt einfach beim FC Bayern und das habe ich auch immer wieder gesagt.“
Dabei widersprach er auch Lothar Matthäus, der zuletzt mutmaßte, dass ein belastetes Verhältnis zwischen Neuer und Julian Nagelsmann ein Comeback verhinderte: „Wir haben kein schlechtes Verhältnis, wir haben ein gutes Verhältnis. Aber was dann von außen gesprochen wird, ich glaube, das interessiert ihn nicht und mich auch nicht, und deshalb sind wir da entspannt.“
Zu seiner Zukunft beim FC Bayern (Vertrag läuft im Sommer aus) wollte er sich dagegen nicht konkret äußern, sondern erst die entscheidende Phase in der Saison abwarten. „Dann werde ich eine Entscheidung treffen, genauso wie der Verein auch.“ Aktuell spricht jedoch alles für eine Verlängerung um ein weiteres Jahr.VINZENT TSCHIRPKE