Roubaix: Krönung von Franziska Koch
Roubaix – Franziska Koch wuchtete die schwere Kopfsteinpflaster-Trophäe in den französischen Abendhimmel und blickte freudestrahlend durch das altehrwürdige Velodrom von Roubaix. „Wie im Traum“ fühlte sich die frisch gekrönte Königin der Klassiker, nachdem sie ein ganz besonderes Kapitel Radsport-Geschichte geschrieben hatte.
Hellwach, nervenstark und mit einem kraftvollen Schlusssprint war Koch im Duell mit den Weltbesten als erste deutsche Frau zum Triumph bei Paris-Roubaix gerast. „Es ist kaum zu glauben. Roubaix ist ein Rennen, bei dem alles passieren kann, und dass es am Ende geklappt hat, ist wie ein Traum“, sagte Koch.
Erst zwei Deutsche – Josef Fischer (1896) und John Degenkolb (2015) – hatten vor Koch den brutalen und traditionsreichen Kopfsteinklassiker für sich entschieden. Beim seit 2021 ausgetragenen Frauen-Rennen stand vor Koch keine Deutsche auf dem Podium. Am Sonntag bezwang sie im Zweiersprint nach 143,1 km die dreimalige Weltmeisterin Marianne Vos aus den Niederlanden auf der ikonischen Radrennbahn von Roubaix. „Es ist einfach unglaublich, dass ich eine Legende wie Marianne bezwingen konnte“, sagte Koch.FOTO: AFP