Musiala-Plan gegen Madrid

von Redaktion

Gnabry angeschlagen – Dribbler im Rückspiel gegen Real in der Startelf?

Ob Serge Gnabry spielen kann, ist noch offen. © Hildenbrand/afp

Mischt er das weiße Ballett auf? Jamal Musiala könnte gegen Real den angeschlagenen Gnabry ersetzen. © Del Pozo / AFP

München – Den Sonntag verbrachte Serge Gnabry in seinem Lieblingscafé im Glockenbachviertel, wo seine Stiftung zu einer Wohltätigkeitsveranstaltung geladen hatte. Zuvor stand für den angeschlagenen Nationalspieler (Knieprobleme) noch eine lockere Laufeinheit auf dem Programm. „Auf dem Platz wäre er wahrscheinlich keine Alternative gewesen. Deswegen haben wir uns für Pflege zu Hause entschieden, und für Mittwoch wird er fit sein“, erklärte Sportvorstand Max Eberl nach dem 5:0 der Bayern auf St. Pauli, das Gnabry vor dem TV verfolgt hatte.

In dessen Abwesenheit trumpfte ein anderer Offensiv-Star auf: Jamal Musiala. Der Ausnahmedribbler glänzte nicht nur als Kopfball-Torschütze, sondern bereitete auch den Treffer von Nicolas Jackson vor und wurde danach zum „Man of the Match“ gewählt. „Entscheidend war, wie er sich auf engstem Raum gegen zwei, drei Spieler durchgesetzt hat, wie er den Ball behauptet hat. Das war gestern sein bestes Spiel nach der schweren Verletzung“, schwärmte Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus in seiner Sky-Kolumne und ergänzte: „Jetzt gilt es, wieder das zu finden, was ihn stark macht: die Dribblings, die Stabilität zwischen zwei, drei Gegenspielern – fast wie ein Slalomläufer, der die Stangen umtanzt. Dafür braucht er Stabilität und Selbstvertrauen im Kopf.“

Die nächste Gelegenheit, um weiter Selbstvertrauen zu tanken: das Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Real Madrid am Mittwoch (21 Uhr, DAZN). Winkt Musiala bei diesem Königsklassen-Kracher vielleicht sogar ein Platz in der Startelf? Das kommt darauf an, wie sehr Gnabrys Knieprobleme ihn beeinträchtigen. Sollte es beim 30-Jährigen nicht für die Stammformation reichen, ist Musiala die erste Alternative für den Platz auf der Zehner-Position hinter Mittelstürmer Harry Kane. Dass Musiala mit seinen fußballerischen Fähigkeiten in der Lage ist, auch ein Top-Spiel im Alleingang zu entscheiden, hat er in der Vergangenheit immer wieder bewiesen.

Interessant: Bei seinem Galaauftritt gegen St. Pauli kam der 23-Jährige formal über den linken Flügel, doch über weite Strecken des Spiels hielt sich Musiala eher im rechten Offensiv-Halbraum auf. „Ich bin zufrieden mit meiner ganzen Leistung. Jede Minute, die ich nehmen kann, wo ich Gefühl in den Fuß und in die Beine wieder reinbekommen kann, tut mir gut. Ich habe einen Schritt nach vorne gemacht“, kommentierte der lange verletzt gewesene Edeltechniker seine Zauberhow am Hamburger Millerntor.M. BONKE, P. KESSLER

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