1860-Neuzugang im zweiten Anlauf

von Redaktion

München – Ein Neuzugang aus der Bundesliga – welcher Drittligist träumt nicht davon? Der TSV 1860 hat diesen Mann beim 2:2 gegen Regensburg präsentiert. Ohne Vorankündigung. Beim Anpfiff stand er plötzlich auf dem Feld – und nach kurzer Anpassungsphase lieferte er eine leidenschaftliche Partie, gekrönt von der Einleitung des späten Ausgleichs.

Dieser Manuel Pfeifer spielte, als wäre er im Grünwalder Stadion längst zu Hause. Dabei hat seine Zeit bei den Löwen am Sonntag eigentlich erst richtig begonnen. Im zweiten Anlauf soll sich Pfeifer bei 1860 durchsetzen, nachdem seine ersten Monate in München von Verletzungspech geprägt waren.

Im Sommer hatte Ex-Geschäftsführer Christian Werner den Österreicher den „Königstransfer“ präsentiert. Pfeifer sollte gemeinsam mit Kilian Jakob das Prunkstück auf der linken Seite bilden. Die Realität sah anders aus: „Wenn du so lange nicht spielst, geht das natürlich an die Nerven“, sagt Pfeifer. „Ich hatte viel Pech mit Verletzungen. Umso froher bin ich, dass ich jetzt wieder auf dem Platz stehe.“

Dass er ausgerechnet nach dem 0:3 in Cottbus in die Startelf rutschte, kam überraschend. Doch Trainer Markus Kauczinski setzte auf den Rekonvaleszenten aus Hartberg. Und Pfeifer hielt nach fünfeinhalb Monaten Pause nicht nur durch, er wurde mit zunehmender Spielzeit sogar stärker. „Ich wollte der Mannschaft helfen und zeigen, was ich kann.“ Das gelang – defensiv stabil, offensiv mit Zug, immer wieder mit mutigen Vorstößen. Die Willenskraft beim 2:2: der Höhepunkt eines Abends, der für ihn mehr war als nur ein Comeback.

Vielleicht war es sogar sein bester Auftritt im Löwen-Trikot. Und ein Fingerzeig für die Zukunft. „Ich bereue den Wechsel überhaupt nicht. Mir taugt es extrem hier“, sagt Pfeifer. „Für mich ist klar: Ich will bleiben.“ULK; FOTO: LACKOVIC/IMAGO

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