Sieg und Schreck für DFB-Frauen

von Redaktion

Souveränes 5:1 in der WM-Qualifikation gegen Österreich, aber Schultersorgen um Gwinn

Schmerzhafter Zusammenprall: DFB-Kapitänin Giulia Gwinn verletzte sich beim souveränen WM-Quali-Sieg gegen Österreich an der Schulter. © Mis/Imago

Nürnberg – Christian Wück verzog keine Miene, als die Fans zu den Klängen von „Major Tom“ den nächsten Erfolg feierten. Obwohl die deutschen Fußballerinnen trotz eines Schreckmoments um Giulia Gwinn auf dem Weg zum WM-Ticket nicht aus dem Tritt kamen, redete der DFB-Coach ihnen umgehend ins Gewissen.

Als Bundestrainer, sagte der 52-Jährige nach dem 5:1 (1:0) gegen Österreich im ZDF, dürfe man „schon mal ein bisschen meckern“. Er sei „nicht ganz zufrieden mit der Leistung von uns, weil nur sehr wenige an ihre Leistungsgrenze gekommen sind“.

Die deutschen Fußballerinnen gewannen das Nachbarschaftsduell in Nürnberg zwar souverän, mussten beim dritten Sieg im dritten Qualifikationsspiel aber die frühe Auswechslung der an der Schulter verletzten Kapitänin wegstecken – und sich die Kritik des Chefs gefallen lassen. Wück: „Ich erwarte, dass wir alle versuchen, an 100 Prozent zu kommen, und dass wir uns damit auch weiterentwickeln, weil das macht eine Top-Mannschaft aus.“

Gwinn zur Sicherheit ausgewechselt

Nach der offiziellen Verabschiedung von Rio-Olympiasiegerin Sara Däbritz, die im Oktober nach 111 Länderspielen aus der Nationalelf zurückgetreten war, machte Deutschland mit Österreich kurzen Prozess. Nicole Anyomi (17.), Vivien Endemann (52.), Sarah Puntigam per Eigentor (68.) sowie die starke Jule Brand (76.) und die eingewechselte Lea Schüller (83.) erzielten vor 24.237 Fans die deutschen Treffer, Chiara D‘Angelo (77.) hatte verkürzt. Deutschland festigte auf dem Weg zur Titeljagd 2027 in Brasilien seine Tabellenführung in der Gruppe A4, schon am Samstag (18.00 Uhr/sportschau.de) kommt es in Ried zum Wiedersehen mit der lange harmlosen ÖFB-Auswahl.

Ob Gwinn dann mitspielen kann, ist unklar. Nach einem Zweikampf mit Melanie Brunnthaler vom Hamburger SV blieb sie mit Schmerzen an der linken Schulter auf dem Rasen liegen. Die Rechtsverteidigerin vom FC Bayern spielte nach Eis-Behandlung noch kurz weiter, ehe sie von EM-Entdeckung Wamser (33.) ersetzt wurde. Eine Diagnose stand bei Gwinn, die in ihrer Karriere bereits zwei Kreuzbandrisse bewältigen musste, zunächst aus.

„Wir haben sie aus Sicherheitsgründen rausgenommen“, sagte Wück: „Weitere Untersuchungen werden folgen. Ich hoffe, dass es nicht schlimm ist.“ Das wäre Gwinn zu wünschen.

SID

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