Oliver Kahn wollte die Sache klarstellen – egal, ob da nun so ein großes Spiel gegen Real Madrid ansteht oder nicht. Also meldete sich der ehemalige CEO des FC Bayern mit einem entscheidenden Hinweis zu Wort. „Es lohnt sich, hin und wieder genau hinzuhören“, schrieb Kahn auf Twitter und teilte noch mal die Worte, die er ein paar Tage zuvor im „Triple“-Talk auf Sky über Jamal Musiala geäußert hatte. Hängen geblieben war, dass Kahn dem FCB-Star von einer WM-Teilnahme abrät. Im Original gesagt wurde aber einleitend: „Wenn Musiala bereit ist, gehört er auf die große WM-Bühne.“
Kahn hat schon Recht, wenn er sagt: „Offenbar kann man Aussagen sehr unterschiedlich interpretieren.“ Aber weil die Münchner Verantwortlichen und auch Musiala selbst mit den aus dem Zusammenhang gerissenen Worten („vielleicht sinnvoll, zu verzichten“) konfrontiert worden waren, blieben die irgendwo zwischen verwundert und erbost einzustufenden Reaktionen nicht aus. Die richtige Antwort hatte immerhin Musiala beim 5:0-Erfolg gegen den FC St. Pauli auf dem Platz gegeben. Ein Treffer, ein Assist – Diskussion beendet?! Vielleicht nicht ganz – aber es geht endlich in die richtige Richtung.
„Es läuft alles sehr positiv“, sagte auch Vincent Kompany vor dem Duell mit Real, bei dem Musiala zunächst auf der Bank saß. Sein Gefühl, führte er aus, „ist, dass wir irgendwann wieder den Jamal haben, den wir alle sehen möchten“. Schon jetzt sei „alles sehr viel besser als vor zwei Monaten“. Und bis zur WM – da gibt es nichts falsch zu verstehen – sind es noch zwei Monate.HLR, BOK, PK