Doppelpack: Freiburgs Yuito Suzuki (M.) machte alles klar. © Lemos/dpa
Entspannter Abend für Julian Schuster. © STEINSIEK/Imago
Kategorie Traumtor: Igor Matanovic bringt Freiburg auf die Siegerstraße. © Riopa/AFP
Vigo – Die überglücklichen Profis machten in der spanischen Abendsonne ordentlich Fiesta mit den 1200 mitgereisten Fans – und Lothar Matthäus jubelte beim größten Erfolg der Freiburger Vereinsgeschichte mit. „In dieser Verfassung traue ich dem SC noch viel zu“, kommentierte der Rekordnationalspieler den starken Auftritt des Bundesligisten, der seinen ersten Einzug in ein Europacup-Halbfinale perfekt gemacht hat. Die Freiburger gewannen im Viertelfinal-Rückspiel der Europa League 3:1 (2:0) bei Celta Vigo. Im Hinspiel hatte sich das Team von Trainer Julian Schuster, der am Mittwoch seinen 41. Geburtstag feierte, mit 3:0 durchgesetzt.
Der euphorisierte Freiburger Sportvorstand Jochen Saier dachte bereits an den Cup-Gewinn. „Jetzt wollen wir alles“, sagte Saier bei RTL+: „Wo wir jetzt stehen – da wollen wir das Maximale erreichen. Ich habe das Gefühl, dass es ein besonderes Jahr werden kann.“
Igor Matanovic per spektakulärer Direktabnahme (33.) sowie Yuito Suzuki (39. und 50.) trafen für den SC. „Diese Messe ist gelesen“, wusste Matthäus bereits in der Pause. Das Tor durch Williot Swedberg (90.+1) war zu wenig für die Spanier.
Horrornacht für Mainz in Straßburg
Kurze Zeit später hat das Mainzer Märchen in Europa ein ganz bitteres Ende genommen. Das Team von Urs Fischer verlor das Viertelfinal-Rückspiel bei Racing Straßburg verdient mit 0:4 (0:2) und verpasste damit trotz des 2:0-Erfolgs im Hinspiel den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Sebastian Nanasi (26.) und Abdoul Ouattara (35.) hatten das scheinbar beruhigende Polster aus dem Hinspiel früh egalisiert, Julio Enciso (69.) und Emmanuel Emegha (74.) trafen die Mainzer dann bis ins Mark. Über weite Strecken offenbarte sich ein Klassenunterschied. Ohne den überragenden Keeper Daniel Batz, der sogar einen Foulelfmeter von Emegha (66.) parierte, wäre das Aus schon früher besiegelt gewesen.SID