Mund abputzen und weiter: Der frustrierte Mainzer Profi Stefan Posch. © IMAGO
Straßburg – Wut und Trauer nahmen die gestürzten Europa-Helden von Mainz 05 mit auf die kurze Busfahrt Richtung Heimat. Nach der 0:4-Lehrstunde in Straßburg hatte Boss Christian Heidel damit zu tun, das nach dem 2:0 im Hinspiel geknickte Team aufzurichten. Man habe gewusst, „dass so etwas passieren kann“, sagte Heidel, das Viertelfinale sei dennoch ein bleibendes Erlebnis.
Härter fiel das Urteil des Trainers aus. „Wir waren überfordert, sie haben uns aufgefressen“, sagte Urs Fischer, der den Auftritt als „unterirdisch“ bezeichnete. Dabei hatte Daniel Batz noch einen Elfer gehalten. „So dürfen wir nicht auftreten“, sagte Paul Nebel. Kapitän Silvan Widmer sprach von „maximaler Enttäuschung“.
Trotzdem gilt es nun, die Pleite auszublenden – die acht Punkte Vorsprung im Bundesliga-Abstiegskampf könnten trügerisch sein. Am Sonntag wartet Gladbach. Für die letzten Spiele soll das Europa-Aus als „Warnschuss“ dienen.SID