Wieder einen Titel gewonnen – und den nächsten im Visier: Berlins Mathias Gidsel. © Gambarini/dpa
Szenen einer Feier mit Pokal, Medaille, Bier. © instagram
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Köln – Mit dem DHB-Pokal in der Hand dachte Mathias Gidsel bereits an die nächsten schwierigen Aufgaben in den „entscheidenden Wochen“ der Füchse Berlin, doch sein Kapitän hatte andere Pläne. „Ich lebe für heute, ich lebe nicht für Donnerstag wie Mathias“, sagte Max Darj und stimmte sich auf eine lange Partynacht ein.
Da half es nicht, dass Welthandballer Gidsel von der Seite auf „das sehr wichtige“ Bundesliga-Duell mit dem VfL Gummersbach verwies. „Ich muss das genießen“, sagte „Pokal-Bewacher“ Darj. Und so entkam auch der nimmermüde Gidsel nach dem Ende seiner Titel-Flaute im Handball-Tempel von Köln nicht einer Bierdusche in der Kabine.
Mit der Euphorie nach dem zweiten Pokal-Triumph der Vereinsgeschichte (42:33 gegen den Bergischen HC) hoffen die Füchse, im Saisonendspurt zur Höchstform aufzulaufen – und vielleicht sogar eine weitere Trophäe mit in die Hauptstadt zu bringen. „Den Pokal mit nach Hause nehmen zu können, das ist auch weitere Motivation für die jetzt kommenden Aufgaben“, sagte Geschäftsführer Bob Hanning.
In der Bundesliga kämpfen die Berliner vor dem Verfolgerduell mit Gummersbach um die Vizemeisterschaft und eine gute Ausgangslage für eine mögliche direkte Qualifikation für die Champions League. In der Königsklasse würde im Erfolgsfall nach dem Viertelfinalduell mit Veszprém HC das Final Four Mitte Juni warten – erneut in Köln.
Für Welt- und Europameister Gidsel unterstrich der zweite Pokalsieg nach 2014 die Entwicklung des Hauptstadtclubs: „Wie dieser Verein sich entwickelt hat, die letzten paar Jahre, das ist unfassbar. Wir sind nun ein stabiler Spitzenverein.“
Dass knapp ein Jahr nach der ersten Meisterschaft, dem Einzug ins Champions-League-Finale sowie dem erneuten Gewinn des Supercups der nächste große Titel nach Berlin wanderte, gefiel auch Hanning. Der 58-Jährige hatte zu Saisonbeginn den unpopulären Wechsel von Meistercoach Jaron Siewert zu Nicolej Krickau vollzogen. „Es ging nicht darum, ob ein Image leidet, sondern das Richtige für den Verein zu tun – und das haben wir getan. Was draußen diskutiert wird, hat für mich keine Relevanz.“SID