Knackpunkt Start: Regelanpassungen dienen auch der Sicherheit. © Hoshiko/dpa
Miami – Die Formel 1 hat auf die massive Kritik ihrer Piloten reagiert und die Wettkampfpause für Regel-Anpassungen genutzt. Wie der Automobil-Weltverband FIA am Montag mitteilte, wurden konkrete Maßnahmen getroffen. Die „Verbesserungen“ seien auch das Ergebnis von „umfangreichen Beiträgen“ der Fahrer. Sie sollen schon in Miami (3. Mai) in Kraft treten, müssen zunächst aber noch vom FIA-Weltrat abgesegnet werden.
Für ein ansehnlicheres Qualifying wurde konkret das Energiemanagement (erstmals stammen 50 Prozent der Leistung aus einem Elektromotor) angepasst. Die Änderungen „zielen darauf ab, die übermäßige Energierückgewinnung zu verringern und ein konstanteres Fahren mit Vollgas zu fördern“, hieß es.
Zudem sollen Crashs wie der von Oliver Bearman verhindert werden. Der Grund für den Unfall war der drastische Geschwindigkeitsunterschied. Auch hier wurde das Energiemanagement angepasst. „Diese Maßnahmen sollen übermäßige Auffahrgeschwindigkeiten reduzieren und gleichzeitig Überholmöglichkeiten und die allgemeinen Leistungsmerkmale erhalten“, schrieb die FIA.
Auch der Rennstart soll entschärft werden. Ein neues System soll ungewöhnlich geringe Beschleunigung eines Fahrzeugs erkennen und eine weitere Antriebseinheit aktivieren, „um ein Mindestmaß an Beschleunigung zu gewährleisten“, allerdings „ohne dabei einen sportlichen Vorteil zu erlangen.“ Zusätzlich sollen andere Fahrer durch blinkende Lichter gewarnt werden.
Darüber hinaus soll auch das Fahren in nassen Bedingungen sicherer werden. Dazu werden unter anderem die Temperaturen der Reifendecken erhöht, um den anfänglichen Grip zu verbessern. Zudem wird das Drehmoment begrenzt.SID