Alcaraz droht French-Open-Aus

von Redaktion

Mit Sorgen und Schiene: Tennis-Ass lässt Vorsicht walten – Sinner vor Historischem

Mit Schiene: Alcaraz hält den Laureus-Award. © Guillen/EPA

Carlos Alcaraz verletzte sich am Handgelenk. © Terrill/dpa

Madrid – Carlos Alcaraz setzte im eleganten schwarzen Smoking sein strahlendstes Lächeln auf. Als frisch gekürter Weltsportler des Jahres präsentierte der Tennisstar den Fotografen auf dem Roten Teppich in Madrid stolz seinen Laureus-Award. Die Kameras zoomten aber auch immer wieder auf sein angeschlagenes Handgelenk. Die Bandage am rechten Schlagarm lässt seine Fans Böses befürchten mit Blick auf die French Open – Alcaraz konnte die Sorgen nicht entkräften.

„Ich kehre lieber etwas später, aber in Topform zurück, als es zu überstürzen und mich dabei unwohl zu fühlen“, sagte der siebenmalige Grand-Slam-Sieger, der zuletzt seinen Status als Nummer eins an den Italiener Jannik Sinner verloren hatte: „So Gott will, habe ich noch eine sehr lange Karriere vor mir, viele Jahre.“ Wenn er es bei den French Open ab dem 24. Mai aber zu sehr erzwinge, könnte ihn dies später einholen.

Wie eng es wird im Rennen um die Titelverteidigung beim Sandplatz-Highlight am Eiffelturm, sollen anstehende Untersuchungen zeigen. „In den kommenden Tagen sind weitere Tests geplant. Dann werden wir sehen, wie die Verletzung heilt und wie es weitergeht“, sagte der 22-Jährige, der schweren Herzens nach seinem Auftaktsieg in Barcelona zurückziehen und auch für Madrid absagen musste. In der spanischen Hauptstadt hat Alcaraz bereits zweimal die Trophäe gewonnen – und ist nun gezwungen zuzusehen, wie sich seine Konkurrenz mit Blick auf das Highlight in Paris immer mehr in Stellung bringt.

Allen voran Sinner dürfte seine Chance auf eine Komplettierung des Karriere-Slams an der Seine wittern. Zweimal hatte Alcaraz ihn in den vergangenen Jahren in Roland Garros ausgebremst, 2025 erst in einem epischen Fünfsatz-Finale. Aber auch Alexander Zverev, der auf Sand die wohl größten Chancen auf den so ersehnten Majortitel besitzt, wird genau verfolgen, wie schnell sich Alcaraz erholt.

Für Zverev geht es nach der Serie an Halbfinalniederlagen nun aber erst einmal darum, sich den Status als Titelanwärter zu erarbeiten, 2018 und 2021 gewann er in Madrid. Als großer Favorit geht erneut Sinner ins Turnier in der „Caja Magica“ (Zauberkiste) und will Geschichte schreiben. Der Überflieger aus Südtirol könnte der erste Spieler werden, der fünf Mastersevents in Folge gewinnt.

Nach seinen Erfolgen in Paris, Indian Wells, Miami und Monte-Carlo steht er aktuell auf einer Stufe mit dem zurückgetretenen Rafael Nadal und Novak Djokovic, der seine Teilnahme wie vor den vorherigen Turnieren absagte. Der Weg scheint bereitet für Sinner, der seinem Rivalen Alcaraz eine schnelle Genesung wünschte.SID

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