Ob Max Verstappen den Spaß an der F1 wiederfindet, bleibt fraglich. © Barbour/dpa
Miami – Jetzt haben die Formel-1-Macher reagiert und ziehen die Notbremse. Vorgeschichte: Die Fahrer, an vorderster Front Superstar Max Verstappen (28), fanden die neuen Regeln in diesem Jahr katastrophal. Haupt-Kritikpunkt: Überholen in der Formel 1 sei ausschließlich vom aktuellen Ladezustand der Batterien des Elektromotors abhängig. Auch um Verstappen nicht zu verlieren, der bereits angedeutet hatte, seine Formel-1-Karriere zu beenden, reagiert die Formel 1 jetzt mit einem ganzen Bündel an Anpassungen, die schon ab dem nächsten Rennen in Miami (3. Mai) greifen sollen.
Im Mittelpunkt steht das Energiemanagement. Im Qualifying wird die erlaubte Rekuperation pro Runde leicht zurückgenommen. Klingt erst mal unspektakulär, hat aber einen klaren Effekt: Fahrer sollen wieder häufiger konstant pushen können, statt ständig Energie zu sparen. Gleichzeitig wird das sogenannte „Super-Clipping“ effizienter – Energie lässt sich schneller zurückholen, die nervigen Phasen mit Leistungsverlust auf den Geraden werden kürzer.
Auch im Rennen wird nachgeschärft. Die zusätzliche Power wird gedeckelt, damit die Leistungsunterschiede nicht zu extrem werden. Gleichzeitig gibt’s die volle Elektro-Power nur noch dort, wo sie wirklich zählt – beim Beschleunigen. Unterm Strich soll das die teilweise kritischen Tempounterschiede zwischen angreifendem und verteidigendem Auto entschärfen, ohne das Rennfahren langweilig zu machen.RALF BACH