Matthias Sammer hat Bundestrainer Julian Nagelsmann deutlich für dessen Umgang mit der Causa Deniz Undav und die Einbindung seiner Ehefrau Lena Wurzenberger kritisiert. Dabei fand der frühere DFB-Sportdirektor klare Worte: „Auch das mit seiner Ehefrau – sie sind ja jetzt verheiratet – ist so ein Schmankerl, Lena ins Spiel zu bringen, um zu sagen: ‚Mensch, die hat mich darauf hingewiesen.‘ Das ist so“, so Sammer. Hintergrund ist Nagelsmanns Aussage, seine Frau habe ihn darin bestärkt, sich bei Undav nach seiner Kritik am VfB-Stürmer zu entschuldigen. Sammer sieht darin jedoch eine problematische Außenwirkung: „Nur dass das Thema Undav so kritisch gesehen wurde, dass die Leute jetzt möglicherweise diskutieren: Jetzt braucht er schon seine Ehefrau für die Lösung.“ Zwar räumt der aktuelle BVB-Berater ein: „Das macht ihn auf der einen Seite sympathisch“, schiebt aber direkt nach: „Auf der anderen Seite – hochprofessionell betrachtet – würde ich sagen: Julian, das gehört hier nicht her.“ Generell stellt er die Kommunikationsstrategie des Bundestrainers infrage. Nagelsmann versuche „durch gewisse Aussagen, durch gewisse Reizpunkte etwas auszulösen“, doch: „Ich glaube, dass das nur bedingt der richtige Weg ist.“ Und weiter: „Ich würde ihm, wenn mir das überhaupt zusteht, einfach raten, vor dieser WM gar nicht so viel zu erzählen.“FOTO: VENNENBERND/DPA