Die Mama fiebert aus Äthiopien mit

von Redaktion

Mission London: Marathon-Star Petros peilt nächste Bestmarke an

Amanal Petros hat aus den vergangenen Wettkämpfen gelernt und ist in Topform. © Gonzalez/dpa

London – Die Form stimmt, das Selbstvertrauen auch – Amanal Petros plant beim London-Marathon den nächsten Coup. Wenn der 30-Jährige von Hannover 96 am Sonntag in Großbritannien an den Start geht, dann fiebert ein Mensch wieder ganz besonders mit: seine Mama in Äthiopien.

Silber nach einem dramatischen Fotofinish bei der Leichtathletik-WM in Tokio, deutscher Marathon-Rekord in Valencia, deutscher Halbmarathon-Rekord in Berlin. Das alles erreichte Petros seit September des vergangenen Jahres. Auch wenn die Mama des 2012 nach Deutschland geflüchteten Läufers bei diesen Höhepunkten nie vor Ort sein konnte, ist sie doch sein wohl größter Fan.

„Beim Valencia-Lauf war sie sehr glücklich, beim Halbmarathon in Berlin hat sie sich sehr große Sorgen gemacht, weil sie meinte, dass ich nicht so gut aussah. Aber später war sie sehr froh und sagte: Das ist mein Sohn“, sagt Petros. Mit Hilfe eines Freundes habe seine Mama vor wenigen Wochen über einen Livestream den Halbmarathon verfolgen können. Petros hofft, dass sie auch den Lauf in London sehen kann.

Der 96-Athlet ist der schnellste Marathonläufer Deutschlands, den es je gab. Bei 2:04:03 Stunden liegt seine Rekordmarke, aufgestellt im Dezember in Valencia. Diese Zeit will er am Sonntag (10.35 Uhr) bei einem der prestigeträchtigsten Marathons der Welt unterbieten.

„Die Strecke ist natürlich nicht so superschnell wie in Berlin oder beim Valencia-Marathon. Da ist es etwas hügeliger. Aber ich bin momentan in einer sehr guten Form. Ich reise mit einer riesengroßen positiven Einstellung zum London-Marathon. Ich würde gerne deutschen Rekord laufen“, sagt Petros selbstbewusst. Schon 2025 hatte er am London-Marathon teilgenommen. In 2:06:30 Stunden wurde er Achter.DPA

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