FC BAYERN

Musiala gibt den Ton an

von Redaktion

Offensivstar glänzt als Aktivposten und Kabinen-DJ

Schont sich nicht: Feinfuß Musiala glänzte in Leverkusen auch mit Grätschen. © Wittek / Epa

München – So ganz kann man die Reflexe wohl vorerst nicht abstellen: Wann immer Jamal Musiala auch nur leicht humpelnd irgendwo langläuft, fragt sich Fußballdeutschland automatisch, was das zu bedeuten hat: Ein Rückschlag auf seinem Weg zurück zur Topform? Eine neue Verletzung? Oder schlicht eine normale Reaktion darauf, gerade knapp anderthalb Stunden Hochleistungssport betrieben zu haben?

Und so richtete sich diese Frage automatisch an die Verantwortlichen der Bayern, nachdem Musiala nach dem 2:0 in Leverkusen glücklich, aber eben auch ganz leicht hinkend in die Kabine trottete. Die Antworten lauteten zusammengefasst: Letzteres.

Und ausführlicher: „Ich habe ihn gerade gesprochen und gefragt, ob alles okay ist – da sagte er nur, dass er müde ist“, erklärte Vereinspräsident Herbert Hainer. „Man merkt von Spiel zu Spiel, dass er eine ansteigende Form hat und der alte Jamal wiederkommt. Natürlich braucht er noch ein bisschen Spielpraxis, aber es ist toll für uns und die deutsche Nationalmannschaft.“

Topform des Superdribblers freut auch Nagelsmann

Schließlich ist Musiala auch für den DFB der absolute Hoffnungsträger mit Blick auf das WM-Turnier im Sommer. Durch die Verletzung von Serge Gnabry ist seine vorherige Schonphase mit Jokereinsätzen beim FC Bayern nun aber vorbei – Musiala soll, darf und muss für den Rekordmeister jetzt in der heißen Saisonphase in Topform sein.

Laut Max Eberl ist er aber aktuell auf dem besten Weg dahin: „Seit der kleinen Blessur in Bergamo habe ich ihn als sehr aktiv in der Mannschaft wahrgenommen. Unglaublich intensiv. Er hat heute vier, fünfmal gegrätscht, das ist nicht das, was man sonst von ihm erwartet“, erklärte der Sportvorstand. „Seine Momente hat er immer wieder. Jede Minute und jedes Spiel helfen ihm. Und in den großen Spielen jetzt in Paris brauchen wir ihn.“

Musiala selbst trat dieses Mal nicht vor die Mikrofone, glänzte dafür aber als DJ in der Kabine. Dort bestimme der Angreifer die Musik, zu der die Münchner ihren Finaleinzug feierten. Ab jetzt, so hoffen nicht nur die Bayern, sondern auch ganz Fußballdeutschland, gibt er dann auch wieder auf dem Platz den Ton an.VINZENT TSCHIRPKE

Artikel 5 von 11