Michael Wiesinger lässig mit Sonnebrille. © Imago (3)
München – Der offizielle Arbeitsbeginn von Michael Wiesinger in seiner Funktion als Leiter Sport und Nachwuchsentwicklung beim FC Bayern wäre eigentlich erst am 1. Mai gewesen. Doch bereits am Montag stellte sich der 53-Jährige den Mitarbeitern am Campus vor und am Freitag stattete er der Säbener Straße einen Besuch ab. „Michael Wiesinger brennt auf die Aufgabe. Er ist sehr positiv und kommunikativ“, freut sich Sportdirektor Christoph Freund. Nachwuchsdirektor Jochen Sauer meint: „Durch seine langjährige Erfahrung und verschiedene Stationen kennt sich Michael bestens in der Nachwuchsförderung aus.“
Parallel zum Start von Wiesinger verkündete der deutsche Rekordmeister am Freitag offiziell, dass er die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Nachwuchschef Markus Weinzierl beenden wird, der seit August 2024 als Sportlicher Leiter am Campus tätig war. Interessant: Die Verantwortlichen um Nachwuchsdirektor Jochen Sauer hätten Wiesinger damals schon gerne nach München geholt, doch der gebürtige Burghausener sagte ab und blieb beim 1. FC Nürnberg. Doch knapp zwei Jahre später ist der Ex-FCBler wieder ein Roter. Für die Bayern absolvierte er zwischen 1999 und 2001 als Spieler 19 Pflichtspiele.
Stallgeruch alleine reicht freilich nicht, um die Nachwuchsstrategie weiter voranzutreiben. Gemeinsam mit Sauer und Freund soll er dafür sorgen, dass regelmäßig Talente den Durchbruch schaffen. So wie es diese Saison bisher der Fall war. „Wir hatten zehn Debüts von Campusspielern, das zeigt die gute Verzahnung mit den Trainerteams und den guten Austausch“, so Freund.
Wiesinger soll nicht nur dabei helfen, Spieler auf höchstem Niveau auszubilden, sondern auch die Trainingsphilosophie schärfen, Campus-Mitarbeiter entwickeln und Eltern- und Berater-Gespräche führen. „Dieser Verein besitzt eine enorme Strahlkraft, und mir ist bewusst, welche große Verantwortung mit dieser neuen Aufgabe verbunden ist“, sagt er.
Auch ein kleines Hoppala gab es am Campus. Wie schon 2025 teilte ein Scout (Name bekannt) irrtümlicherweise einen offenbar für die Nachwuchsabteilung interessanten Spieler in seinem WhatsApp-Status. „Amara SANGARE. His club is Rouen Sapins FC. You can find him on Eyeball“, so die Worte. Auf Deutsch: „Sein Verein ist Rouen Sapins FC. Du kannst ihn auf Eyeball (Scoutingplattform, Anm.) finden.“ Dazu: „Kannst du den bitte mal prüfen? Danke dir und VG.“ Wenig später war der Status wieder gelöscht.M. BONKE, P. KESSLER