DTM sucht Ayhancan Güvens Nachfolger. © Krieger/IMAGO
Spielberg – Der GT3-Sport erlebt gerade vor allem durch Max Verstappens Ausflüge auf die Nordschleife einen regelrechten Boom. Und nun steht die bekannteste deutsche Rennserie in den Startlöchern: 21 Fahrer kämpfen ab Samstag (13.30 Uhr/ProSieben) auf dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg um die Krone der traditionsreichen Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). Der Titelverteidiger Ayhancan Güven, der sich beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring mit einem spektakulären Überholmanöver zum ersten türkischen Champion machte, wird allerdings nicht mehr antreten. Nur wenige Kurven vor dem Ziel überholte er halb auf dem Gras fahrend Marco Wittmann.
Neben Güven verlässt auch DTM-Legende und dreifache Champion Rene Rast die Serie. Beide konzentrieren sich auf die Langstreckenweltmeisterschaft (WEC). Trotzdem bietet die DTM, die mittlerweile in ihre 40. Saison geht, ein attraktives Fahrerfeld.
Drei Fahrer haben bereits den Titel geholt. Das gilt für den Italiener Mirko Bortolotti (Lamborghini), den Österreicher Thomas Preining (Porsche) und den aus Fürth stammenden Marco Wittmann (BMW). Der wohl bekannteste Pilot ist Timo Glock: Der frühere Formel-1-Fahrer ist erneut im McLaren dabei und will „konstant bessere Ergebnisse als in der Saison 2025 erzielen“. Jedoch ist es vorab schwierig, einen klaren Favoriten zu benennen, die Spitze lag in den vergangenen Jahren recht eng beisammen.
Der frühere Meister Maximilian Götz, der selbst nicht in der DTM startet, nannte im ran-Interview den Franzosen Jules Gounon. Den sehe er „da weit vorne“, sagte Götz: „Der sitzt dieses Jahr viel im Auto, hatte zuletzt richtig starke Qualifyings, aber im Rennen oft Pech. Wenn er das sauber zusammenbringt, ist er ein Top-Kandidat.“
Das weiß auch Verstappen, der mit Gounon und den erfahrenen Lucas Auer (amtierender Vizemeister) gleich zwei DTM-Stars in sein Auto für das 24-Stunden-Rennen vom Nürburgring (14. – 17. Mai) holte.AVO, SID