Hossein Vafaei schüttelte die Hand seines Gegners und bedankte sich kurz bei den Zuschauern, die ihn mit Standing Ovations aus dem Crucible Theatre verabschiedeten. Doch kurz nach seinem Sieg wanderten die Gedanken des Iraners gleich wieder gen Heimat, der Krieg ist dauernd präsent. „Es ist derzeit sehr schwer, Iraner zu sein“, sagte Vafaei: „Es ist, als würde man zehn Menschen auf den Schultern tragen. Das ist sehr schwer.“
Am Snookertisch hatte der 31-Jährige kurz zuvor Nervenstärke bewiesen. Nach 1:3-Rückstand sicherte er sich bei seinem WM-Auftakt in Sheffield gegen den Chinesen Si Jiahui neun Frames in Folge und gewann 10:3. Um so bemerkenswerter angesichts der Begleitumstände für den „Persischen Prinzen“. Er kämpfe „auch für mein Land, für meine Familie. Ich versuche mein Bestes und werde alles geben“.FOTO: STAPLES/AFP