Der Außerirdische bleibt außerirdisch

von Redaktion

Lüttich – Am Ende der atemlosen Ardennen-Hatz suchte Tadej Pogacar einen Moment der Stille und zeigte immer wieder in Richtung Himmel. Der Radsport-Superstar widmete seinen insgesamt vierten Sieg beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich seinem vor wenigen Tagen unerwartet gestorbenen Ex-Teamkollegen Cristian Camilo Munoz.

„Erneut eines der größten Rennen des Radsports zu gewinnen, bedeutet mir sehr viel. Ich fahre nicht viele Rennen, deshalb habe ich nicht viele Möglichkeiten zu gewinnen. Der Druck ist deshalb immer groß“, sagte Pogacar.

Auf den 259,9 harten Kilometern hatte Pogacar zuvor von Frankreichs Supertalent Paul Seixas erwartet viel Gegenwehr bekommen. Der erst 19-Jährige, der am Mittwoch den Flèche Wallonne gewonnen hatte, musste erst rund zwölf Kilometer vor dem Ziel abreißen lassen, womit für den Weltmeister der Weg zum dritten Sieg nacheinander frei war.

„In meinem Kopf habe ich mich auf einen Sprint vorbereitet, weil er so stark war. Zum Glück war das nicht nötig“, sagte Pogacar. Nun fehlt dem 27-Jährigen noch ein Erfolg zum Rekord, Belgiens Ikone Eddy Merckx gewann fünfmal.DPA

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