Für die WM ist „vieles in der Schwebe“

von Redaktion

Siegerlächeln bei Torwart Hungerecker. © DEB/City-Press

Augsburg – Schöner kann ein Spiel nicht enden: Tim Brunnhuber traf aus fast 50 Metern und im Fallen ins leere Tor des Gegners, die Uhr stand bei 3,2 Sekunden Restspielzeit. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft gewann auch ihr zweites WM-Vorbereitungsspiel gegen die Slowakei mit 3:1 – das war „Phase zwei“ mit Auftritten in Kaufbeuren und Augsburg. Positive Resultate nimmt der Verband nach einem mittelprächtigen Olympia-Turnier und Niederlagen in den ersten beiden WM-Testspielen in Tschechien gerne entgegen – Sportvorstand Christian Künast gratulierte in der Kabine und lobte, dass man an diesem Kader bemerkt habe, wie sich Identität entwickle: „Es sind auch Spieler hierhergekommen, die wissen, dass ihre WM-Chance minimal ist – doch sie stellen sich in Schüsse, die mit 200 km/h kommen.“ Gut, die Zahl ist übertrieben – doch es stimmt schon: Das Team spielte mit Hingabe.

Trotzdem: „Man muss immer das große Bild vor Augen haben“, so Künast vor „Phase drei“ mit Spielen gegen Österreich in Zell am See und Garmisch-Partenkirchen und einer „Phase vier“ ab 6. Mai – „und vieles ist in der Schwebe“. In der DEL läuft das Finale, unter den WM-Kandidaten gab es schon beim ersten Spiel Mannheim – Berlin Verletzte. Noch nicht geregelt ist, ob Moritz Müller (39) bei den Kölner Haien weitermacht – und vielleicht diese WM spielt. Bundestrainer Harold Kreis „hat mit Mo schon telefoniert“, sagt Künast; er selbst befindet sich im Austausch mit Moritz Seider, dem NHL-Topverteidiger. „Er ist bereits in Mannheim, lässt sich untersuchen.“ Verkraftet der Körper nach 82 NHL-Spielen mit im Schnitt 25:40 Minuten Eiszeit und Olympia noch ein Turnier?

Bei einigen Spielern steht auch Privates an (Hochzeiten, Geburten) – darauf soll Rücksicht genommen werden. Künast: „Ich habe 16 der ersten 18 Geburtstage meiner Tochter verpasst.“GÜNTER KLEIN

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