Diese Route hat sich das Abenteuer-Paar für die Europa-Umrundung ausgesucht. © Deichmann
München – Der Odeonsplatz hat eine besondere Bedeutung für Jonas Deichmann. 2020 hatte er hier seinen Triathlon um die Welt gestartet, im November 2021 nach 429 Tagen erfolgreich beendet. Mit dichtem Abenteurer-Bart, der deutsche Forrest Gump. Am Sonntag ist Deichmann von München aus zum nächsten großen Projekt aufgebrochen. Einmal mit dem Rad um Europa. 24 000 Kilometer und rund 250 000 Höhenmeter in 135 Tagen. Mit dabei: Freundin Josefine Rutkowski.
„Ich freue mich ungemein darauf. Für mich ist es eine ganz neue Erfahrung, so ein Projekt zu zweit anzutreten. Es ist schöner, wenn man all die Momente der Reise teilen kann“, sagte Deichmann unserer Zeitung vor dem Start: „Es wird sicherlich aber auch eine Herausforderung, es ist einfach was anderes.“
Der 39-Jährige ist alleine quer durch die USA gelaufen, hat auf dem Rad Weltrekorde erfahren (unter anderem in 72 Tagen vom Nordkap bis nach Kapstadt) und 120 Ironman in 120 Tagen absolviert. Nun wird aus dem Solo-Abenteurer Pärchen-Power. „Ich freue mich auf viel Zelt im Zelt. Und darauf, jeden Tag woanders zu sein. Ich war noch nie in Nordspanien, das soll wunderschön sein. Auch Norwegen und der Balkan werden Highlights.“
Gefahren wird auf Gravelrouten abseits vom Tourismus. Nur selten direkt an der Küste, meist im Hinterland. Einen Live-Tracker wird es nicht geben, dafür ist Deichmann (315 000 Follower auf Instagram) mittlerweile zu populär. Größere Gruppen auf engen Straßen sollen vermieden werden. Die erste Etappe führte am Walchensee vorbei Richtung Brennerpass. Der gebürtige Stuttgarter genoss nochmal seine geliebten Käsespätzle.
Nur eine wichtige Sache fehlt noch: „Das Fahrrad ist ganz neu und hat noch keinen Namen. Ich werde mir in den nächsten Wochen Gedanken machen.“ Cazadora gab es (spanisch für Jägerin), Esposa (spannisch für Gattin), Princess of Pain (Prinzessin des Schmerzes). Vielleicht beginnt der nächste Name ja mit „J“ …NMS