„Atives, spannend, intensiv“ – das prophezeit Freund. HIer: Daiz gegen Zaire-Emery. © Memmler/IMAGO
Jetzt knallt‘s! Das galt schon im Ligaspiel der Champions League im November. Damals setzten sich die Bayern durch. © Memmler/IMAGO
Paris – Mit unverbautem Blick auf den Eiffelturm residiert die Mannschaft des FC Bayern in Paris im Four Seasons Hotel George V. In der Reiseplanung für die französische Hauptstadt ist man beim deutschen Rekordmeister bestens bewandert und kennt ihre schönsten Ecken. Das Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Paris Saint-Germain (21 Uhr, Prime Video) ist bereits das fünfte Spiel der Münchner in den vergangenen sechs Jahren im Prinzenpark. Die „Stadt der Liebe“ ist also beinahe so etwas wie die zweite Heimat der Bayern geworden – und ein gutes Pflaster.
Das Aufeinandertreffen im November in der Ligaphase der Königsklasse konnte die Mannschaft von Chefcoach Vincent Kompany mit 2:1 für sich entscheiden. Ein Duell auf Augenhöhe und mit brutaler Intensität. Daher erwartet Sportvorstand Max Eberl auch jetzt eine Partie auf Top-Niveau. „Für mich ist es ein Spiel auf Augenhöhe, wo Nuancen das Spiel entscheiden werden. Entscheidungen vom Schiedsrichter, Entscheidungen von Spielern auf dem Platz. Beide Teams sind top in der Offensive und spielen ein super intensives Pressing“, sagte Sportvorstand Max Eberl unmittelbar vor dem Abflug am Montag. Chefcoach Vincent Kompany ergänzte: „Es geht um Details, Intensität und Energie. Wir spielen jetzt schon zum vierten Mal gegeneinander. Wir haben Erfahrung gegen sie, aber das gilt auch für den Gegner.“
Sportdirektor Christoph Freund meinte nach der fulminanten 4:3-Aufholjagd in Mainz: „Die Fans spüren, dass da eine unglaubliche Energie gerade ist. Wir glauben an uns! Wir haben viel Selbstvertrauen und eine super Energie.“ Hinten dichtmachen und abwarten, was die Ausnahme-Offensive um Weltfußballer Ousmane Dembele, Desire Doue und Khvicha Kvaratskhelia macht? Nicht mit den Kompany-Bayern! „Es wird extrem intensiv, extrem hoch gepresst. Das ist das Naturell der beiden Mannschaften. Ein aktives Spiel, ein spannendes, intensives Fußballspiel, mit viel individueller Qualität“, prophezeit Freund. Und Torjäger Harry Kane ist sich sicher: „Es wird um Aktivität gehen, um Mann gegen Mann, um Momente und Qualität.“ Allez les Rouges!
Den erwarteten Schlagabtausch wird Kompany wegen seiner Gelbsperre nur von der Tribüne aus miterleben können. An der Seitenlinie wird er von Assistent Aaron Danks ersetzt, der an diesem Abend in die Cheftrainer-Rolle schlüpft. Ein Problem? Nicht für Sportchef Eberl: „Ich glaube, der Mannschaft ist es letztlich egal. Natürlich: Vincent ist unser Chefcoach und wir hätten gerne alle an Bord gehabt. Jetzt wird es der Rest des Trainerstabs richten.“ Danks sei laut Eberl ein super smarter Typ abseits des Trainingsplatzes und auf dem Platz immer mit Herzblut dabei. Trotzdem wird Kompany passiven Einfluss auf die Partie haben: „Vinnie wird nah am Ball sein, von oben zuschauen und wahrscheinlich auch seinen Input geben. Und was auf dem Platz passiert, müssen ohnehin die Jungs entscheiden.“ Wenn es nicht in der zweiten Heimat, gelingt, wo dann?MANUEL BONKE, HANNA RAIF