Garmisch-Partenkirchen – Bundestrainer Harold Kreis setzt bei der WM in der Schweiz auf den Münchner Fabio Wagner – trotz dessen Sperre in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nach dem brutalen Foul im Viertelfinale. „An seinen sportlichen Qualitäten gibt es keinen Zweifel, das bestätigen seine 100 Länderspiele für die Nationalmannschaft, in denen er stets eine wichtige Stütze für uns war“, sagte DEB-Sportvorstand Christian Künast, „den Vorfall in den Playoffs haben wir in Gesprächen mit Fabio, der DEL und allen Beteiligten aufgearbeitet.“
Verteidiger Wagner hatte im vierten Viertelfinale mit Red Bull München beim ERC Ingolstadt Ende März (2:7) seinen Gegenspieler Edwin Tropmann mit einem überharten Check verletzt und war daraufhin für 14 DEL-Spiele gesperrt worden, erst die Hälfte hat der 30-Jährige abgesessen. Die Sperre gilt nur für die Liga.
Dagegen fehlt im 25-köpfigen Aufgebot für die Testspiele gegen Österreich am Donnerstag (19.00 Uhr) in Zell am See und am Samstag (17.00 Uhr/beide MagentaSport) in Garmisch-Partenkirchen der langjährige Kapitän Moritz Müller. Der 39-Jährige, der bei Olympia in Mailand das „C“ auf der Brust an NHL-Star Leon Draisaitl abgeben musste, hat noch nicht entschieden, ob er seine Karriere bei den Kölner Haien fortsetzt. Seine Kölner Kollegen Dominik Bokk, Parker Tuomie und Jan Luca Sennhenn aber stoßen zum DEB-Team. Ebenso wählte Kreis neben Wagner auch die Münchner Maximilian Kastner und Phillip Sinn aus.
Auch das Trainerteam krempelte Kreis nach der Hälfte der WM-Vorbereitung um: Sein Co-Trainer Alexander Sulzer (Bremerhaven) und Mark French (Ingolstadt) stoßen als Assistenten hinzu. Dazu als Torwarttrainer Ilpo Kauhanen. Die Spieler der DEL-Finalisten Eosbären Berlin und Adler Mannheim sowie die Profis aus Nordamerika werden erst zur Generalprobe am 10. Mai in Mannheim gegen die USA im Team erwartet. Die WM beginnt für das DEB-Team am 15. Mai in Zürich gegen Finnland.SID