PSG gegen Bayern – das war gestern das zweitspannendste Event der Welt, nach der Rettung von Wal Timmy. Wobei es durchaus Parallelen gibt: „Wal um 180 Grad gedreht“, jubelte das Internet – das hat Bayern am Samstag in Mainz auch geschafft. Gestern dann das Paris-Spiel bei Amazon, dem einzigen Sender, der Gusseisentöpfe und Henkelpötte im Angebot hat. Wir verraten, wie das FCB-Drama war, beim Sender unserer Wa(hl)l.
– Le Brimborium: „Dieses Spiel ist mehr als eine Naturgewalt, es hat uns alle umgepustet“, staunte Moderator Jonas Friedrich in der Pause. Sein bester Spruch: „Le Figaro hat vom Kampf der Häuptlinge geschrieben.“ Das stellen wir uns fantastisch vor, mit Bayern-Häuptling Ulix – hoffentlich lassen ihn seine Träger nicht vom Schild fallen. Chris Kramer machte die Abonnenten aus dem Spielertunnel heiß: „Da steht gerade eine Milliarde Euro.“ Wobei: Ist eher das Doppelte.
– Le Comité: Der Sachverständigenrat von Amazon ist eh schon finalreif. Jonas Friedrich feierte „die drei wunderbaren Menschen neben mir“. Tabea Kemme erklärte plausibel, warum Bayern die Breite in der Tiefe zuspitzt, wenn wir das richtig verstanden haben. Man hört der schlauen Frau gern zu, genau wie Chris Kramer, dem zur Kompany-Sperre einfiel: „Ich hatte Trainer, da war es Jacke wie Hose, ob sie im Stadion sind.“ Mats Hummels erzählte ebenso viel Lustiges wie Spannendes, zum Beispiel über die Defensive von PSG: „Sie haben ihre offensiven Qualitäten in der Offensive“, vor allem vorn. Allein schon der launige Halbzeit-Talk über Elfmeter und Super-Zeitlupen war das Geld wert. Schade, dass Bayernspiele bei Amazon diese Saison nicht mehr im Warenkorb liegen.
– Les Blablaistes: „Ici c’est Paris“ meldete sich Kommentator Hannes Herrmann aus dem Prinzenpark. Die erste auffällische Szene hatte aber Hessen-Schiri Lutz Wagner, der beim Bayern-Elfmeter konstatierte: „Wischtisch, rischtisch und bereschtischt.“ Er ist der Howard Carpendale mit Pfeife. Wobei: Ist ein Wischtisch nicht ein leicht zu reinigendes Küchenmöbel? Egal, danach wurde es bitter. „Musiala pennt eine Sekunde“, erkannte Benny Höwedes beim 2:1 der Franzosen. Später vergrößerte Phonzie Davies beim PSG-Elfmeter unnatürlisch seine Körperfläsche. Mon dieu, da war noch mehr Krimi als bei Timmy.