Vorne gezaubert, hinten geschlafen

von Redaktion

Defensive immer wieder überrumpelt – Olise trumpft auf, Kane schuftet

Harry Kane half wie gewohnt hinten mit – und scheute keinen Zweikampf. © Ena/dpa

Zauberte wieder: Michael Olise. © Fife/AFP

Halt! Marquinhos stoppt Musiala. © Ena/dpa

Manuel Neuer: So viele Gegentreffer musste der 40-jährige Torhüter noch nie in einem Königsklassen-K.o.-Spiel hinnehmen. An diesem Abend in Paris hielt er die unhaltbaren Schüsse nicht, aber wirkliche Vorwürfe kann man Neuer bei den zahlreichen Gegentoren nicht machen. Note: 4

Josip Stanisic: Auf die Allzweckwaffe war in der bisherigen Saison stets Verlass, doch auf diesem absoluten Top-Niveau bekam der Verteidiger von den PSG-Stars regelmäßig seine Grenzen aufgezeigt. So wie beim 1:1 von Kvaratskhelia, das Stanisic auch wegen seines schlechten Stellungsspiels zu verantworten hatte. Note: 5

Dayot Upamecano: MIt einer unglaublichen Überzeugung spielte Upamecano im Pariser Prinzenpark auf. In einigen Zweikämpfen ging er bewusst ins Risiko. Trotzdem konnte er die Ausnahmekünstler der PSG-Offensive nicht immer stoppen. Der Anschlusstreffer zum 3:5 war sein erstes Tor in der Königsklasse. Note: 3

Jonathan Tah: Seine ganze internationale Erfahrung nutzte der Innenverteidiger gegen Dembele & Co. – das gelang mal besser, mal schlechter. Note: 4

Alphonso Davies: Überraschend stand der Kanadier statt Konrad Laimer in der Startformation – und Davies zahlte das Vertrauen der Trainer mit einer starken Leistung zurück. Beim Handelfmeter kurz vor dem Pausenpfiff agierte er jedoch unglücklich und trübte seine eigentlich starke Leistung. Note: 4 (ab 46. Konrad Laimer: Ein gewohnt beherzter Auftritt des Österreichers. Note: 3)

Joshua Kimmich: Weil sich das Spielgeschehen meistens auf den Flügeln zutrug, hatte Kimmich nicht so viel Spielanteile wie gewohnt. Trotzdem war er viel auf dem Platz unterwegs. Note: 3

Aleksandar Pavlovic: Das Tempo war auch dem jungen Mittelfeldspieler teilweise zu hoch, aber mit seiner cleveren Spielweise und seiner Passstärke konnte er das häufig wettmachen. Note: 4

Michael Olise: Die personifizierte Coolness war in Paris besonders in der Anfangsphase ungewohnt nervös. Doch mit zunehmender Spieldauer legte er das Lampenfieber ab und drehte auf. Nicht nur wegen seines Ausgleichstreffers zum zwischenzeitlichen 2:2. Note: 1

Jamal Musiala: Dem Spielgestalter im zentralen Mittelfeld wurde von seinen Außenbahn-Kollegen Olise und Diaz die Offensiv-Show gestohlen. Musiala zögerte bei Entscheidungen im gegnerischen Drittel häufig zu lange und beim Kopfballtor von Neves nach einem Eckstoß verteidigte er zu zaghaft in der Luft. Note: 4

Luis Diaz: Immer wieder trieb der Kolumbianer mit Tempoläufen auf der rechten Außenbahn das Münchner Spiel an. Mal zog er im Dribbling nach innen, mal flankte er gefährlich. Den Strafstoß zum 1:0 der Bayern holte er auch mit seiner Willenskraft heraus, das 4:5 verwandelte er eiskalt. Note: 1

Harry Kane: Der Torjäger erzielte mit seinem eiskalt verwandelten Elfmeter seinen 13. Champions-League-Treffer in der laufenden Königsklassen-Saison. Kane half gewohnt viel nach hinten mit. Note: 3

Artikel 1 von 11