Hattrick-Torschütze Eric Mik (M.). © Anspach/dpa
Mannheim – Als zum ersten Mal im Finale alles gegen die Eisbären Berlin lief, zauberte der Rekordmeister den nächsten Playoff-Helden aus dem Hut. Nach dem frühen Aus für Kapitän Kai Wissmann und dem ersten Rückstand der Serie schlüpfte Eric Mik in eine größere Rolle – und schrieb als erster Verteidiger mit einem Dreierpack in einem Endspiel der DEL gleich Geschichte.
„Ich habe ein paar Spiele ja auch schon Stürmer gespielt“, sagte der Matchwinner nach dem 5:1 im dritten Finale bei den Adlern Mannheim bei MagentaSport, „die Jungs haben mich super freigespielt, ich hatte 1-A-Chancen. Ich hatte den Torriecher und konnte sie verwandeln.“
Der 26-Jährige rückte beim dritten klaren Sieg im dritten Endspiel in den Mittelpunkt, weil Wissmann schon nach 21 Sekunden in die Kabine geschickt wurde. Der Kapitän und beste Verteidiger der Eisbären hatte seinen Gegenspieler Maximilian Heim mit der Schulter am Kopf getroffen und dafür eine Spieldauer-Disziplinarstrafe kassiert – bereits seine zweite in der Serie. Damit fehlt Wissmann auf jeden Fall im vierten Spiel am Donnerstag (19.30 Uhr/MagentaSport). Auf dem Weg zu ihrem zwölften DEL-Titel, den sie am Donnerstag in eigener Halle perfekt machen können, jagen die Eisbären weiter Rekorde.
Marcel Noebels stellte mit seinem 88. Playoff-Scorerpunkt für Berlin einen Vereinsrekord auf. Und Leo Pföderl, ohnehin schon der einzige Spieler in der DEL-Historie mit 50 Toren in den Playoffs, schraubte mit zwei Vorlagen seinen Ligabestwert in Endspielen auf 31 Scorerpunkte in nun 20 Finals. Ein Punkt fehlt dem 32-Jährigen noch zum Playoff-Rekord des Münchners Patrick Hager (96), fünf zur Schallmauer von 100 Zählern.
Allerdings: Dass die Serie am Sonntag noch einmal nach Mannheim zurückkehren könnte, glaubt kaum jemand. Inklusive des letzten Jahres hat Berlin jetzt sechs Finalspiele in Folge gewonnen – 7:0, 7:0, 7:0, 7:3, 5:1 und 5:1.DPA