Unter Rivalen: Das Hinspiel in Berlin verloren David McCormack und seine Bayern. Es war die erste Saisonpleite in der BBL. © Wiedensohler/Imago
München – So ganz zufrieden war Svetislav Pesic auch nach dem deutlichen Sieg seiner Bayern über Rostock zu Wochenbeginn noch nicht. „Wir müssen konstanter werden“, mahnte der 76-Jährige mit Blick auf die immer wiederkehrenden kleinen Durchhänger seiner Profis an. So gesehen ist es vielleicht ganz gut, dass der Spielplan für sein Team auf dem Weg in den Hauptrunden-Endspurt noch einmal ein Prestigeduell vorsieht.
Alba Berlin kommt am Freitag (18 Uhr) in den SAP Garden. Der Dauerwidersacher, mit dem die Bayern in den vergangenen zehn Jahren alleine fünf Finalserien bestritten. Die Hauptstädter haben sich in den beiden vergangenen Jahren ein bisschen neu erfunden und tauschten große Euroleague-Ambitionen gegen wieder etwas mehr Jugendstil wie mit Spielmacher-Entdeckung Jack Kayill (20) und sind immerhin schon wieder erster Bayern-Verfolger. FCB-Geschäftsführer Adrian Sarmiento sieht es gerne: „Es kann nur gut sein, ein starkes Alba zu haben.“
Immerhin: Mit einem Sieg in München könnten die Albatrosse das Rennen um Hauptrundenplatz eins zumindest noch für ein paar Tage offenhalten. Und die Bayern? Suchen noch nach ihrer Playoff-Identität. Die „deutscher“ sein muss als in den gerade beendeten Euroleague-Tagen – die BBL schreibt bekanntlich mindestens sechs deutsche Akteure vor. Auch deshalb setzte Pesic zuletzt unter anderem statt auf Spielmacher-Routinier Stefan Jovic auf Nationalspieler Justus Hoillatz. Hinter dem allerdings steht vor dem Basketball-Clasico zumindest ein kleines Fragezeichen. Hollatz musste gegen Rostock nach einem Zusammenprall mit schmerzender Schulter vom Feld.PATRICK REICHELT