Lehrmeister: Urbig soll noch weiter von Neuer lernen. Gegen Heidenheim steht er wieder im Tor. © Wunderl/Imago
Auch mit 40 Jahren noch mit überragenden Reflexen: Manuel Neuer gegen Reals Kylian Mbappe. © Huesca/EPA
München – Bekanntlich ist seit Freitag Mai – und nicht mehr April. Und das heißt auch, dass sich der FC Bayern in der Causa Manuel Neuer ab sofort hinter dem intern gesteckten Zeitrahmen befindet. Immerhin: Man hat sich noch im vorgegebenen Monat an einen Tisch gesetzt, die Verhandlungen über eine Verlängerung des im Sommer auslaufenden Vertrages laufen. Sportdirektor Christoph Freund berichtete am Tag vor dem Heimspiel an diesem Samstag (15.30 Uhr) gegen Heidenheim von „guten Gesprächen“. Es sei aber gleichzeitig „nicht der Fall“, dass „schon alles durch und alles unterschrieben ist“, ergänzte er.
Die Knackpunkte sind klar: Es geht ums Geld und um Einsatzzeiten. Sind 20 Millionen Euro geschätztes Grundgehalt auch im letzten Karrierejahr zu rechtfertigen, wenn die Einsatzzeiten sich zugunsten von Jonas Urbig (steht auch gegen Heidenheim im Tor) verschieben? Oder reichen 13 Meister-, zwei Champions-League-Titel sowie die Rolle als Führungsspieler als Argumente, ein Top-Verdiener zu bleiben? Darüber berät man – und ganz so unkompliziert wie seit Monaten prognostiziert ist es nicht. Freund sagt zwar: „Es wird sich nicht mehr endlos ziehen.“ Beinander aber ist man bisher nicht.
Die Zeit drängt langsam, auch weil Neuer sich ganz bewusst Zeit gelassen hat. So gab es bis Mitte April hartnäckige Gerüchte über die Tendenz, die Torwarthandschuhe an den Nagel zu hängen. Intern hätte kaum einer Wetten auf eine Fortsetzung der Karriere abgeschlossen, auch Neuer-Vertraute nicht. Die vergangenen Tage ohne Wehwehchen aber haben zur Entscheidung geführt. Nun soll schnell Vollzug gemeldet werden.HLR, PK, VT