Entspannt mit Kaffee: Manuel Neuer. © Wagner/Imago
München – Thomas Kroth ist auf der Ehrentribüne der Allianz Arena ein regelmäßiger Gast, beim 3:3 (1:2) am Samstag gegen Heidenheim war dort aber keine Spur vom Berater von Manuel Neuer.
Dafür war der Ex-Profi unter der Woche beim Königsklassen-Halbfinale in Paris vor Ort und besuchte nach dem Spektakel auch noch das traditionelle Champions-League-Bankett in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Donnerstag wurde der 66-Jährige dann an der Säbener Straße gesichtet und die Vermutung lag freilich nahe: Die Vertragsverhandlungen der Bayern-Verantwortlichen mit Neuer gehen jetzt in die heiße Phase.
Als unsere Zeitung von Max Eberl wissen wollte, was er an besagtem Tag denn mit Kroth besprochen hätte, flüchtete sich der Sportvorstand in Witzeleien: „Seine Tickets für Paris. Also er wird da sein im Stadion.“ Auch auf nochmalige Nachfrage bezüglich Vertragsgespräche rückte Eberl nicht von seiner Kommunikationsstrategie ab: „Tickets für Paris wollte er haben. Das haben wir gemacht, er sitzt auf der Ehrentribüne.“ Und dafür komme der Agent fünf Tage vorher? „Die sind heiß begehrt“, meinte der Sportchef.
Neuer selbst hüllte sich in Schweigen, als er die Fröttaminger Katakomben verließ. Vielleicht konnte man seinem Thronfolger Jonas Urbig etwas entlocken? „Für mich ist das kein Thema, über das ich sprechen will. Weil das eine Entscheidung ist, die er trifft. In meiner Position darüber nachzudenken, ist völlig unangebracht.“ Der volle Fokus gilt also dem PSG-Spiel – und vielleicht ist das Neuer-Rätsel danach schnell gelöst.BOK, VT