Erster Pogacar-Verfolger: Florian Lipowitz. © Bott/dpa
Orbe – Florian Lipowitz wird Tadej Pogacar so schnell nicht los. Nach dem knapp verlorenen Duell in der Romandie kreuzen sich die Wege Anfang der Woche in den Alpen wohl schon wieder. „Wir machen drei Tage Streckenbesichtigung. Er hat genau denselben Plan“, sagte Lipowitz.
Dabei geht es um die Erkundung einiger Etappen der Tour de France, was sowohl der Saison-Höhepunkt als auch das nächste Wiedersehen mit dem Slowenen sein wird. In der Westschweiz distanzierte Pogacar die deutsche Hoffnung im Gesamtklassement um 42 Sekunden – so nah war das Duo noch nie beieinander.
„Es gibt mir auf jeden Fall Zuversicht für die Tour, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Lipowitz. Zu Beginn des Frühjahres hatte es noch anders ausgesehen. Wegen eines Infekts musste Lipowitz ein Höhentrainingslager verkürzen, landete bei den schweren spanischen Rundfahrten in Katalonien und im Baskenland dennoch auf dem Podium. Bei der Tour de Romandie komplettierte er den Treppchen-Hattrick. Belohnung war neben einer noblen Uhr vom Rennsponsor vor allem eine üppige Portion Selbstvertrauen. Denn Lipowitz‘ Fahrweise auf der Schlussetappe sorgte auch beim unantastbar wirkenden Pogacar für erhöhten Puls. „Als er das zweite Mal attackiert hat, war das ziemlich beeindruckend“, befand der Weltmeister. Das merkte auch Lipowitz: „Tadej war am Limit.“
Bei der Tour kommt dann noch der 19-jährige Paul Seixas hinzu, der seine Teilnahme am Montag bestätigte.DPA