Paris-Star: Khvicha Kvaratskhelia. © Poujoulat/AFP
München – Khvicha Kvaratskhelia schießt sich warm für den FC Bayern. Auf Instagram teilte Paris Saint-Germain ein Video, das ihn bei Abschlussübungen zeigt. Beeindruckend: Seine Versuche aus der Distanz landeten allesamt im Tor. Der Georgier ist der Mann der Stunde und stellt aktuell sogar Weltfußballer Ousmane Dembele in den Schatten. Ist Kvaratskhelia momentan der Beste der Welt? „Auf jeden Fall! Heutzutage spielt niemand schöner und effektiver Fußball“, betont der georgische Journalist Saba Sapanadze. Auch Holland-Legende Clarence Seedorf stimmt ihm zu: „Und er wird noch besser.“
Beim spektakulären 5:4 in Paris bereitete Kvaratskhelia auf dem linken Flügel Bayerns Rechtsverteidiger Josip Stanisic große Probleme. Der 25-Jährige erzielte einen Doppelpack und war ständiger Unruheherd. „Sein Niveau ist für solche Spiele wie geschaffen. Khvicha ist seit seiner Kindheit ein Spieler, der in wichtigen Spielen zur Stelle ist“, so Sapanadze, der Kvaratskhelia bereits seit 2015 kennt und ihn sogar schon zu Hause besucht hat.
„Vor allem seine Menschlichkeit und seine Bescheidenheit machen ihn so besonders“, erklärt der Kvaratskhelia-Kenner. „Was seine spielerischen Qualitäten angeht, kann er mit dem Ball einfach alles, und sein Fußball-IQ ist sehr hoch. Es gibt Flügelspieler, die schnell, aber nicht clever sind. Er vereint all diese Qualitäten.“
Im Januar 2025 wechselte Kvaratskhelia für eine Ablöse von 80 Millionen Euro von Neapel zu Paris Saint-Germain. Von den italienischen Fans wurde der Offensiv-Star in Anlehnung an Vereins-Heiligen Diego Maradona „Kvaradona“ getauft. Sapanadze: „Khvicha ist die größte Persönlichkeit unseres Landes und mit 25 Jahren auch der größte georgische Fußballer aller Zeiten. Seine größte Leistung besteht darin, dass er die Kinder wieder dazu gebracht hat, auf den Höfen und in den Stadien Fußball zu spielen.“
Bei PSG hat Kvaratskhelia einen Vertrag bis 2029. Was kaum einer weiß: Nach unseren Informationen war der Georgier im April 2018 auf Bestreben des damaligen Chefscouts Marco Neppe (aktuell Sportdirektor bei Paris FC) sogar beim FC Bayern zu Besuch. Die Münchner wollten ihn unbedingt verpflichten. Das Problem: Internationale Transfers (Georgien ist nicht in der EU) von Spielern unter 18 Jahren sind nicht erlaubt. Auch ein passender Leihclub konnte damals nicht gefunden werden.PK