Konstant – aber titellos

von Redaktion

Zverev spielt überragende Monate – doch es gibt halt Sinner

Immerhin hier überraschte Zverev Sinner. © Del Pozo/AFP

Madrid – Eigentlich könnte Alexander Zverev mit seiner Saison bislang sehr zufrieden sein. Mit Ausnahme von Acapulco stand Deutschlands bester Tennisspieler bei jedem seiner Turniere mindestens im Halbfinale, zuletzt beim Masters-1000-Event in Madrid sogar im Endspiel.

Und doch fällt das Zwischenfazit von Zverev nach vier Monaten gemischt aus. Gleich zu Beginn des Jahres vergab er bei den Australian Open in Melbourne die große Chance auf die erneute Final-Teilnahme, als er gegen einen von Krämpfen geplagten Carlos Alcaraz im Halbfinale in fünf Sätzen verlor.

Danach zeigte er zwar eine beeindruckende Konstanz, bekam in den entscheidenden Spielen aber stets seine Grenzen aufgezeigt. Indian Wells, Miami, Monte-Carlo und nun Madrid: Immer ging es gegen Jannik Sinner, stets war Zverev ohne Chance. Nicht einen einzigen Satz konnte der gebürtige Hamburger gegen den aktuell besten Spieler der Welt gewinnen. „Ich glaube, da ist eine große Lücke zwischen Sinner und allen anderen im Moment“, sagte Zverev nach dem desillusionierenden 1:6, 2:6 im Finale von Madrid. In nicht einmal einer Stunde hatte Sinner den Deutschen vorgeführt. „Und ich glaube, da ist eine große Lücke zwischen Carlos Alcaraz, mir, vielleicht Novak Djokovic und allen anderen.“

Dass er sich ausgerechnet nach seinem schwachen Auftritt von Madrid, den er unumwunden zugab, auf eine Stufe mit dem aktuell verletzt pausierenden Alcaraz stellte, brachte Zverev in den Sozialen Medien einiges an Spott und Kritik ein. Im gesunden Zustand ist auch Alcaraz dem 29-Jährigen enteilt.

Doch mit Blick auf die in knapp drei Wochen beginnenden French Open trifft Zverevs Analyse zu, schließlich wird Alcaraz seinen Titel in Roland Garros nicht verteidigen können. Bleiben Zverev und Sinner als Topfavoriten auf den zweiten Grand-Slam-Titel der Saison. Oder eben doch nur der aktuell alles dominierende Sinner?

„Es ist schwer zu sagen, dass es aktuell keine Lücke zwischen Sinner und dem Rest gibt, wenn er seit Shanghai kein Masters-Match mehr verloren hat“, sagte Zverev. Sinner ist der erste männliche Tennisprofi, der fünf Masters-1000-Turniere in Folge gewinnen konnte. Auch bei den Events zuvor in Monte-Carlo, Miami, Indian Wells und Paris hatte der Südtiroler triumphiert. as war nicht einmal den längst zurückgetretenen Tennis-Legenden Roger Federer oder Rafael Nadal gelungen.DPA

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