Selbstbewusst trotz Aus

von Redaktion

FCB-Frauen wollen Lücke zu Barca schließen

Zuschauen und staunen: Barcelonas Alexia Putellas (r.) trifft zum 4:1. Die Bayern-Frauen mussten sich den abgezockteren Spanierinnen geschlagen geben. © Monfort/dpa

München – In die tiefe Enttäuschung und den nagenden Schiri-Frust mischte sich bei Giulia Gwinn und ihren Kolleginnen nach und nach auch Stolz. „Wir fahren erhobenen Hauptes nach München zurück“, tröstete Herbert Hainer seine trauernden Fußballerinnen. Nach dem geplatzten Triple-Traum richtete der Präsident des FC Bayern den Blick auf eine Zukunft, die nach seinem Wunsch rosig sein soll.

Der deutsche Meister habe „der besten Mannschaft der Welt ein starkes Spiel geboten“, lobte Hainer nach dem 2:4 (1:2) beim FC Barcelona – und so im Halbfinal-Rückspiel der Champions League „gezeigt, dass sich der FC Bayern mehr und mehr in der internationalen Spitze etabliert“. Die Sehnsucht nach dem Henkelpokal ist für den Verein, der in der Bundesliga der Konkurrenz enteilt ist, längst der stärkste Antrieb.

„Unsere Zukunft wird groß sein, wenn wir den Weg weitergehen“, prophezeite daher der „stolze“ Trainer José Barcala. Und Direktorin Bianca Rech befand im BR: „Wir haben in diesem Jahr einen Schritt nach vorne gemacht. Das nehmen wir mit.“ Doch um die kleiner gewordene Lücke zu Europas Elite zu schließen, braucht es noch mehr Anstrengungen, die die Finalisten aus Barcelona und Lyon schon länger unternehmen.

Das zahlt sich nachhaltig aus. Das abgezocktere, aber durchaus verwundbare Barca mit seinen Weltstars steht zum sechsten Mal in Serie im Finale. Und OL Lyonnes um Nationalspielerin Jule Brand greift am 23. Mai in Oslo als Rekordsieger nach seinem neunten Triumph.SID

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